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Immer mehr Versicherte beschweren sich über ihre Krankenkasse

03.03.2014

 Die Zahl der Beschwerden von Versicherten über das Verhalten ihrer Krankenkassen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Das berichteten unter anderem die Unabhängige Patientenberatung (UPD) und der saarländische Landesverband des Sozialverbandes VdK. Ein Grund sei offenbar das vehemente nachhaken der gesetzlichen Krankenkassen bei längeren Krankschreibungen mit bescheinigter Arbeitsunfähigkeit.


Zahl der Beschwerden im Saarland verdoppelte sich seit 2010


Im Jahr 2013 hätte es allein im Saarland doppelt so viele Beschwerden gegeben wie noch im Jahr 2010. In den strittigen Fällen geht es zumeist um längere Krankschreibungen und Gutachten bei Diagnosen wie Depression oder Burnout. Die Versicherten würden immer öfter schon nach relativ kurzer Zeit der Krankschreibung vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen ( MDK) kontaktiert und Gutachten über die Arbeitsfähigkeit der Versicherten eingeleitet.


Zweifel an der Neutralität des MDK

An der Unabhängigkeit der ärztlichen Gutachten des MDK bestehehen berechtigte Zweifel, wie eine Reportage des Bayrischen Rundfunks 2013 aufdeckte. Die Unabhängigkeit des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung, der Gutachten zu medizinischen Behandlungen erstellt, wird immer wieder angezweifelt. Ein Insider hatte gegenüber der BR-Journalisten angegeben, dass von den MDK-Experten kassenfreundliche Gutachten erwartet würden.

Chronisch Kranke und Patienten mit Langzeiterkrankungen würden außer dem häufiger per Telefon direkt von der Krankenkasse kontaktiert.

 

Abbildung oben: Robert Müller  / pixelio.de

 

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