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Immer mehr Väter nehmen Kinderkrankengeld in Anspruch

02.03.2017

 

Mehr und mehr Väter bleiben im Krankheitsfalle ihrer Kinder zu Hause, um dort die Betreuung zu übernehmen. Nach Angaben der DAK-Gesundheit hat sich der prozentuale Anteil männlicher Empfänger von Kinderkrankengeld seit 2010 fast verdoppelt. So wurden im vergangenen Jahr fast ein Viertel aller Anträge auf Kinderpflege-Krankengeld von Vätern gestellt. Bei diesem Wandel handele es sich laut DAK-Gesundheit um einen längeren stabilen Trend.

Ostdeutsche Väter bleiben öfter zu Haus

In Ostdeutschland liegt der Männeranteil beim Kinderkrankengeld traditionell etwas höher. So lag deren prozentualer Anteil bei der Betreuung kranker Kinder in Thüringen und Sachsen im vergangenen Jahr sogar bei 28 Prozent. Gleich dahinter folgten die Bundesländer Brandenburg mit 27 und Sachsen-Anhalt mit 26 Prozent.  
   
In einigen regionen der alten Bundesländern dagegen bleiben nach wie vor eher die Mütter daheim, wenn das Kind wegen Krankheit zu betreuen ist. So liegt in Baden-Württemberg, in rheinland-Pfalz und im Saarland der Männeranteil unter 20 Prozent.

Welche Regelungen gelten beim Kinderkrankengeld?

Die gesetzlichen Krankenkassen gewähren Kinderpflege-Krankengeld ( Kinderkrankengeld ) als Lohnersatzleistung, wenn ein Elternteil wegen einer Erkrankung des Kindes zu Hause bleiben muss.  Das Höchstalter der zu betreuenden Kinder beträgt zwölf Jahre. Anspruch besteht insgesamt auf 20 Kalendertage im Jahr. Die Höhe des ausgezahlten Betrags wird kalendertäglich berechnet und beträgt zwischen 90 und 100 Prozent des durchschnittlichen ausgefallenen Nettogehalts.

 

Foto: Timo Klostermeier / Pixelio.de