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Hunderte Fälle von Masern in Deutschland - Berlin und Leipzig stark betroffen

24.02.2015  In Deutschland häufen sich Fälle von Masern. Betroffen sind derzeit die Großstädte Leipzig und Berlin, wo am 18. Februar ein Kleinkind an den Folgen einer Infektion verstorben ist. Seit dem Herbst 2014 wurden in der Hauptstadt mehrere hundert Masernfälle gemeldet. In Sachsen meldeten die Behörden knapp 30 Fälle der ansteckenden Infektionskrankheit, wobei es eine hohe Dunkelziffer wegen der parallel auftretenden Grippewelle geben dürfte. Für die Stadt Leipzig wurden 18 Erkrankungen angegeben. Bei den  Betroffenen handelt es sich ausschließlich um Kinder. Das Gesundheitsamt der Stadt vermeldete, dies sei der größte Masernausbruch seit 1989. 

Ausrottung zum zweiten Mal gescheitert

Eine Zielvorgabe der WHO sah vor, die Masern bis zum Jahr 2010 ausrotten zu wollen. Eigentlich war das Jahr 2015 als verschobene Zielmarke anvisiert. Durch die aktuelle Epidemie ist auch das unmöglich geworden. Der AOK-Bundesverband appellierte mittlerweile an die Eltern in Deutschland, eine Masernimpfung durchführen zu lassen. Die Krankheitsstatistiken zeigen, dass bei sämtlichen Ausbrüchen der Krankheit in den vergangenen Jahren zu einem Drittel Minderjährige betroffen waren. Für Säuglinge, aber auch für Erwachsene können bei Masern gefährliche Komplikationen auftreten. Deshalb ist auch für Erwachsene eine Überprüfung der Immunität und gegebenenfalls eine Auffrischung des Impfschutzes angebracht.

Impfentscheidung individuell fällen

Impfkritische Ärzte warnen vor einer übertriebenen Hysterie und wiesen darauf hin, dass trotz des tragischen Einzelfalles die Sterblichkeitsrate bei Masern nach Angaben des Robert-Koch-Instututes bei nur etwa 1 : 10000 liegt und eine Infektion von der überwiegenden Mehrheit ohne Probleme überstanden werde. Komplikationen treten vor allem im Zusammenhang mit schweren Vorerkrankungen auf, wie aie auch im Falle des in Berlin verstroebenen Kidnes der Fall wäre.

Krankenkassen übernehmen Masernimpfung zum Teil auch für Erwachsene

Eine Masernimpfung ist für Kinder grundsätzlich kostenlos. Aber auch für Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden und deren Impfstatus unklar ist bzw. die nur ein einziges Mal in der Kindheit eine Impfung erhalten haben, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen eine Impfung mit MMR-Impfstoff. Dies ist der offiziell von der STIKO empfohlene Dreifachimpfstoff gegen  Masern, Mumps und Röteln.

 



LInks zum Thema

http://de.wikipedia.org/wiki/Masern

http://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php/impfen-mainmenu-14/aktuelles-mainmenu-42/105-sz-und-andere-hochansteckende-masern-hysterie

 

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