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Hebammen: Neue Protest- und Unterstützungsplattform im Internet gestartet

05.05.2014

Anlässlich des Welthebammentages am 5. Mai hat der Deutsche Hebammenverband (DHV) eine neue Internetplattform freigeschaltet, auf der die Hebammen um Unterstützung für ihre politischen Initiativen werben. „Zum Welthebammentag rufen wir alle Mütter, Väter, Schwangere und ihre Familien, alle Unterstützer der vergangenen Monate auf, nicht nachzulassen in ihrem Protest und weiterhin aktiv zu bleiben“, so die Präsidentin Martina Klenk.

Freie Hebammen nach wie vor in ihrer Existenz bedroht

Der Verband wies in jüngster Zeit wiederholt darauf hin, dass der Berufsstand der freiberuflich tätigen Hebammen und damit auch die Versorgung bei Geburten wegen struktureller Probleme akut bedroht ist. Auch die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung zielten nur auf  kurzfristige Nothilfen, so etwa bei der Haftpflichtproblematik. Werdende Eltern, Familien und Menschen, die sich für das Thema interessieren finden auf der Website www.meineGeburt-natuerlich-sicher.de einen Anlaufpunkt im Netz, um die Arbeit der Hebammen zu unterstützen. Damit möchte der Verband will Hebammen, Frauen und ihren Familien damit eine zentrale Plattform geben, ihre Stimme zu erheben und sich für diese Ziele persönlich einzusetzen – koordiniert, dauerhaft und damit wirksam.

Hebammen werben um Unterstützung

Als erste  Aktion dieser Initiative kann man die Hebammen als Unterstützer bei den anstehenden Vergütungsverhandlungen beim GKV-Spitzenverband stärken. Desweiteren werden Schwangere, die keine Hebamme für die Betreuung gefunden haben, aufgerufen, ihren Wohnort auf einer Landkarte einzutragen. Mit dieser Möglichkeit können Versorgungsmängel dokumentiert werden. Mit den Ergebnissen der Erhebung soll auf der  Gesundheitsministerkonferenz im Juni politischer Druck ausgeübt und Hilfe eingefordert werden.


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Weitere Aktionen vorgesehen

In den kommenden Monaten sind weitere Aktionen geplant, um bessere Arbeitskonditionen für Hebammen, auch in den Kliniken, zu erreichen. Die Initiative will allen Frauen und ihren Familien eine selbstbestimmte, natürliche und sichere Geburt ermöglichen - eine Schwangerschaft, eine Geburt und eine Zeit nach der Geburt, bei der Hebammen federführend sind. Der Hebammenverband will Hebammen, Frauen und ihren Familien damit eine zentrale Plattform geben, ihre Stimme zu erheben und sich für diese Ziele persönlich einzusetzen – koordiniert, dauerhaft und damit wirksam.  Zum Welthebammentag finden außerdem zahlreiche regionale Demonstrationen statt.
 
Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) ist der größte Hebammenberufsverband in Deutschland und hat aktuell mehr als 18.500 Mitglieder.

 

 

Linktipp: Warum die Politik jetzt handeln muss - Interview mit Martina Klenk, Präsidentin des DHV  


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