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Haushalthilfe im Krankheitsfall - Wann, wem und wie viel zahlt die Krankenkasse ?

30.05.2014 Wenn alleinerziehende Eltern bei Krankheit oder Unfällen für die nötige tägliche Kinderbetreuung ausfallen, gewähren die Krankenkassen eine kostenlose Haushalthilfe als gesetzliche Leistung. Darauf weist die Unabhängige Patientenberatung (UPD) hin.


Wie kann man die Leistung in Anspruch nehmen ?

Die Haushalthilfe im Krankheitsfall muss generell vorab bei der Krankenkasse beantragt werden. Bevor die Kassen diese Leistung gewähren, überprüfen die Sachbearbeiter die Familiensituation und nehmen die Altersdaten der zu versorgenden Kinder auf. Der behandelnde Arzt muss außer dem bescheinigen, dass die oder der Erziehungsberechtigte wegen Krankheit nicht in der Lage ist, die Kinderbetreuung zu leisten und daher eine Haushalthilfe notwendig ist. Wenn tatsächlich niemand weiter im Haushalt lebt, der für die Betreuung einspringen kann und ein oder mehrere Kinder unter 12 Jahre alt sind, tritt der gesetzliche Leistungsanspruch in Kraft. Lehnt die Kasse den Antrag wegen der Altersgrenzen oder anderer Gründe ab, kann alternativ beim Jugendamt eine ambulante Familienpflege beantragt werden.

Wer erbringt die Hilfelkeistung und wie viel wird gezahlt ?

Die Haushalthilfe, also die Person, die täglich vor Ort hilft und betreut, wird in den meisten Fällen von der Krankenkasse gestellt.Gibt es bei den Kindern aber Akzeptanzprobleme, kann in Abstimmung mit der Krankenkasse ein Bekannter aus dem Umfeld der Familie, den die Kinder kennen, gegen Honorar die Betreuung übernehmen. Für diese Leistung wird ein Tagessatz von bis zu 70 Euro am Tag oder ein Stundensatz von 8,75 Euro gezahlt. Kein Honorar gibt es, wenn Verwandte die Betreuung übernehmen. In diesem Fall können aber Fahrtkosten und auch Verdienstausfall für höchstens zwei Monate bei der Krankenkasse geltend gemacht werden. Der Eigenanteil ( gesetzliche Zuzahlung ) für die Versicherten beträgt zehn Prozent der Gesamtkosten bei einem Mindestsatz von 5 Euro pro Tag.

Zusatzleistung „Erweiterte Haushalthilfe“ - Manche Kassen zahlen mehr

Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen im Rahmen einer Zusatzleistung die Kosten für die Haushalthilfe auch bei älteren Kindern bis 16 oder sogar bis 18 Jahren. Andere Kassen wiederum bieten die Leistung länger als vorgeschrieben an, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind.


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