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Rauchen

GRÜNE fordern Rauchentwöhnung als Kassenleistung

Kostenübernahme für Therapie und Medikamente soll politisch durchgesetzt werden
veröffentlicht am 18.05.2020 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Raucherentwöhnung und Krankenkasse Raucherentwöhnung und Krankenkasse(c) Barbara Nobis / pixelio.de
Menschen die mit dem Rauchen aufhören möchten, sollen nach dem Willen der GRÜNEN zukünftig die dafür notwendigen Medikamente und Therapien von der Krankenkasse finanziert bekommen. Ausschlaggebend für die Forderung ist unter anderem auch die Corona-Pandemie.

2020-05-18T16:01:00+02:00
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Um das Ziel der Kostenübernahme für Therapie und Medikamente durchzusetzen, hat die Partei Anfang Mai 2020 einen Änderungsantrag im Bundestag eingereicht. „Raucherinnen und Raucher gehören zur Risikogruppe für schwere Krankheitsverläufe“, argumentierte die drogenpolitische Sprecherin der Partei, Kirsten Kapper-Gonther.

Kapper-Gonther fordert die Aufnahme von therapeutischen und medikamentösen Begleitungen der Rauchentwöhnung in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Rauchen solle als Krankheit anerkannt werden und nicht mehr unter den „Lifestyle-Paragrafen“ im Sozialgesetzbuch fallen. Denn dieser Paragraf verhinderte bisher die Kostenübernahme, so Kappert Gonther.
Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, nicht zuletzt auch wegen der Corona-Pandemie, solle zukünftig finanzielle Unterstützung bekommen.
 

Quelle: Ärzteblatt

 

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