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Grüne fordern kostenlose Pille und Kondome – bei Hartz IV, Bafög oder Wohngeld

veröffentlicht am 11.06.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Die grüne Fraktion im Bundestag hat sich in einem Antrag dafür ausgesprochen, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Verhütungsmittel bei Wohngeld- ,ALG II- und Bafög- Empfängern übernehmen sollen.

2018-06-11T09:57:00+00:00
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Die grüne Fraktion im Bundestag hat sich in einem Antrag dafür ausgesprochen, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Verhütungsmittel bei Wohngeld- ,ALG II- und Bafög- Empfängern übernehmen sollen. Außerdem sollen Kondome kostenlos in Gesundheitsämtern und Sozialberatungsstellen verteilt werden. Verhütung soll nach den Vorstellungen der Grünen für Geringverdiener dadurch kostenlos werden.

Höhere Schwangerschaftsrisiken bei Geringverdienern

Die Grünen im Bundestag reagieren mit diesem Vorstoß auf neueste Studien, wonach Frauen, die Sozialleistungen erhalten, aus finanziellen Gründen zum Teil auf Verhütungsmittel verzichten.
Dadurch hätten diese Frauen ein „höheres Risiko einer ungewollten Schwangerschaft“ zu tragen, wie die Fraktion es im Antragstext formuliert.

Steuerzuschüsse für Kondome und Pille

Das sozialpolitische Ziel des Antrags sei der Zugang zu „qualitativ hochwertigen und individuell passenden Verhütungsmitteln“ für alle Menschen, egal wie hoch oder wie niedrig ihr Einkommen sich gestaltet. Die zusätzlichen Kosten, die den gesetzlichen Krankenkassen durch eine Erstattung entstehen würde, sollen ihnen aus einem Steuerzuschuss ersetzt werden, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Maria Klein-Schmeink, gegenüber Journalisten.

 

 

Foto: (c) Tim Reckmann / pixelio.de

 

 

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