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Grippeschutz: DGI empfiehlt Impfung für Ältere und chronisch Kranke

28.10.2016

Eine Grippeschutzimpfung wird vor allem älteren Menschen empfohlen

Laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts gab es im verlauf der Grippewelle vom Winter 2014 /2015 mehr als 20.000 Todesfälle als Folge einer Influenza-Erkrankung. Auf diese hohen Zahlen weist die Gesellschaft für Infektiologie (DGI) hin und zeigt sich besorgt  über die niedrige Akzeptanz der Grippeimpfung in Deutschland.

Gefahren oft noch verkannt 

Nicht nur das Impfrisiko werde nach Ansicht der gesellschaft falsch eingeschätzt, sondern auch die Gefahren einer Influenza-Erkrankung. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen grippalen Infekt könne eine Influenza mit schwerem Fieber einhergehen. Gerade ältere Menschen und chronisch Kranke seien besonders gefährdet. Trotzdem gebe es zu wenig impfbereite Menschen, so die DGI.

Dies liege unter anderem an verbreiteten Ängsten, wonach die Erreger des Grippeimpfstoffes die Krankheit selbst auslösen würden. Dafür könnten die bekannten Nebenwirkungen der Impfung wie
Erkältung, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen verantwortlich sein. Diese seien aber nicht mit den echten Symptomen einer Influenza zu verwechseln.

Impfquoten von 30 - 60 Prozent

Immerhin lassen sich laut den DGI-Zahlen doch circa die Hälfte aller Menschen im Rentenalter und auch aller chronisch Kranken jährlich gegen Influenza impfen. Diese Impfrate ist Prof. Dr. Salzberger, Vorstandsmitglied der DGI, aber noch zu gering. „Das sind besorgniserregend schlechte Quoten, wenn man bedenkt, dass gerade diese Gruppen durch Influenza besonders gefährdet sind“, so der leitende Infektiologe an der Uniklinik Regensburg. In der gesamten Bevölkerung liegt die jährliche Impfrate etwa bei 30 Prozent.

Die DGI empfiehlt insbesondere älteren und chronisch kranken Menschen, sich in den Monaten Oktober oder November gegen Grippe impfen zu lassen. Einen 100-prozentigen Schutz könne diese  nicht garantieren, weil der Impferfolg jedes Jahr auch von der Frage abhängt, welche der Virenstämme sich besonders stark verbreiten. Höherwertige Impfstoffe, die mehr Virenstämme enthalten, könnten wiederum einen generell breiteren Schutz bieten.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen eine Grippeschutzimpfung regulär ab einem Alter von 60 Jahren. Einige Krankenkassen bieten darüber hinaus freiwillige Zusatzleitungen zum Grippeschutz an.

 

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