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GKV-Spitzenverband sagt Anstieg für Zusatzbeitrag 2017 voraus

14.07.2016
Der GKV-Spitzenverband hat für das Jahr 2017 einen Anstieg der Zusatzbeiträge bei den gesetzlichen Krankenkassen prognostiziert. Der durchschnittliche zusätzliche Beitrag werde von derzeit 1,1 Prozent auf 1,4 Prozent steigen. 

Je nach Krankenkasse kann das für den einzelnen Versicherten einen weitaus höheren Beitragsanstieg bedeuten. So war zuletzt zum Jahreswechsel 2015/2016 der durchschnittliche Beitragssatz um 0,2 Prozentpunkte angehoben worden. Millionen Versicherte haben aber gleichzeitig Erhöhungen von mehr als 0,5 Prozent hinnehmen müssen. 

Die Verbandsvorsitzende Doris Pfeiffer stellte auch für die Jahre danach weitere Steigerungen in Aussicht. Gegen Ende des Jahrzehntes könne der Durchschnittssatz dann bereits bei 1,8 Prozent liegen. Zur Begründung verwies Peiffer auf die ungleichmäßige Entwicklung bei den Ausgaben im Vergleich zu den Einnahmen der Kassen. Auch die von den Jobcentern übernommenen Kassenbeiträge bei ALG II würden mit 90 Euro nicht kostendeckend  finanziert werden. Damit die derzeitige Lücke von mehr als zwei Milliarden Euro ausgeglichen werden könnte, müssten die Kassen monatlich 136 Euro für jeden Bezieher von den Jobcentern erhalten.