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Digitalisierung

Gesundheitsakte TK-Safe startete für mehr als 10 Millionen Nutzer

Speicherung der Daten auf deutschen Servern
veröffentlicht am 20.05.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Politik, Krankenkassen und Ärzte bringen die elektronische Patientenakte für alle auf den Weg Politik, Krankenkassen und Ärzte bringen die elektronische Patientenakte für alle auf den Weg(c) fotolia.de / kebox
Die Techniker Krankenkasse (TK) hat seit heute ihre elektronische Anwendung "TK-Safe" für die mehr als zehn Millionen Versicherten freigeschaltet. Die elektronische Gesundheitsakte ist das Vorstufemodell für die ab 2012 vorgeschriebene Elektronische Patientenakte (ePA). 

2019-05-20T10:17:00+00:00
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Die mobile Anwendung, bietet eine Speichermöglichkeit für persönliche medizinische Befunde, Diagnosen, Arztbesuche, Labordaten oder den Impfstatus. Bundesweit sind über 12.000 Arztpraxen mit der Patientenakte vernetzt. Auch der elektronische Datenaustausch mit einigen Klinikunternehmen laufe bereits seit der Testphase, gab die TK bekannt. Entwickelt und realisiert wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit dem IT-Konzern IBM. Die Datenspeicherung erfolgt nach Darstellung des zuständigen IBM-Projektleiters Volker Mielke ausschließlich auf deutschen Servern am Standort Frankfurt.  

Gute Akzeptanz bei den Versicherten

Kurz nach dem offiziellen Start hätten sich bereits eine sechsstellige Zahl von Interessenten angemeldet um die App zu testen, berichtet die TK in einer Pressemitteilung. "TK-Safe ermöglicht den Versicherten unkompliziert und schnell Einblick in ihre persönlichen Daten. In einem modernen Gesundheitssystem sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass Versicherte wissen, welche Informationen über sie vorliegen", so TK-Chef Baas. Die Anwendung soll nun permanent um neue Funktionen erweitert werden. Das letzte Update brachte eine Funktion für Terminerinnerungen an Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen.


Welche Krankenkassen bieten eine elektronische Patientenakte an bzw. entwickeln diese? >>> Krankenkassentest


"Bereit für 2021"

Das neue Digitalgesetz von Jens Spahn, das der Gesundheitsminister in der vergangenen Woche als Entwurf in Berlin vorlegte, legt einen strengen endgültigen Terminplan für den finalen und vollständigen Start einer elektronischen Patientenakte fest. Durch das Gesetz wird sichergestellt, dass alle Krankenkassen eine Akte anbieten, die auch mit allen Ärzten, Kliniken und anderen den anderen relevanten Partnern im Gesundheitswesen vernetzt sein wird.

"Wir freuen uns, dass Dynamik in das Thema gekommen ist und die Aktenlösungen nun endlich standardisiert werden. Das bedeutet, dass sich Daten in Zukunft in einheitlichen Formaten befinden und leichter vernetzt werden können. Wir sind mit TK-Safe bereit für 2021", so Jens Baas.

 

Hintergrundinfo: Wie sicher und komfortabel wird die elektronische Gesundheitsakte 'TK-Safe'?
Antworten der Entwickler von IBM und Techniker Krankenkasse

 

 

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