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Studium

„Gesund studieren in Mainz“ - Modellprojekt an Uni gestartet

veröffentlicht am 23.08.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Studium und GesundheitStudium und Gesundheit(c) Thomas Kölsch / pixelio.de
An der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz (JGU) wurde im August der Startschuss für ein bundesweit einzigartiges Modellprojekt gegeben. Unter dem Titel „Gesund studieren in Mainz“ will die JGU als erste Universität in Deutschland ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement für Studierende etablieren.

2018-08-23T12:57:00+00:00
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Laut der Internetseite der JGU sei es das Ziel die Arbeits- und Studienbedingungen langfristig so zu verändern, dass diese nicht länger eine Gefahr für die Gesundheit darstellen, sondern vielmehr gesundheitsfördernd sind. Dazu sollen spezielle Angebote entwickelt und umgesetzt werden, die auf die Lebenssituation und Bedürfnisse der Studierenden zugeschnitten sind. Im kommenden ersten Jahr wird es zunächst eine interdisziplinäre Forschungsgruppe geben, die umfangreiche Befragungen der Studierenden durchführen wird. Hier sind nicht nur Faktoren der Lernbelastung relevant, ein großes Augenmerk soll auch auf das alltägliche Verhalten in Bezug auf Ernährung, Bewegung und Medienkonsum gelegt werden. Ausgehend von diesen Erkenntnissen werden dann Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation von Studierenden entwickelt.

Zusammenarbeit mit Krankenkasse und Institutionen

Für die Realisierung ihres Vorhabens arbeitet die JGU eng mit der Gesundheitsmedizin in Mainz zusammen. Außerdem haben verschiedene universitäre Institutionen das Einbringen ihrer Expertise versichert, beispielsweise die Psychotherapie der Uni Mainz oder das Institut für Sportwissenschaft. Außer dem ist es den Organisatoren gelungen externe Partner von ihrem Modellprojekt zu begeistern. So wird die Krankenkasse BARMER das Projekt in den ersten fünf Jahren mit einer Summe von über 1,5 Millionen Euro unterstützen. Damit trägt die BARMER dem Präventionsgesetz des Bundesministeriums für Gesundheit Rechnung, wonach die Zusammenarbeit zwischen Krankenkassen und Kommunen gestärkt werden soll, um allen Altersgruppen die Teilnahme an Präventionsmaßnahmen zu ermöglichen.

Studierende sind weniger gesund als angenommen

Studierende standen bislang kaum im Fokus der Präventionsangebote der Krankenkassen, da sie lange als gesunde Gruppe galten. Aus dem Arztreport der BARMER-Krankenkasse von Anfang 2018 ging jedoch hervor, dass 17 Prozent der Studierenden mindestens einmal eine psychische Störung diagnostiziert bekommen haben. Mit 12 Prozent wurde die Diagnose  „Neurotische,  Belastungs-  und  somatoforme Störungen“ bei Studenten am häufigsten gestellt. Folglich ist es dringend an der Zeit einen Ausgleich zu hohen Anforderungen und gestiegenem Leistungsdruck an den Universitäten zu schaffen.

 

Ergebnis der BARMER im aktuellen Krankenkassentest

BARMER

- Kassenprofil, Testergebnisse und Informationen
   

 

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