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Frauen greifen häufiger zu Sonnencreme als Männer

10.08.2017


Mehr als vierzig Prozent aller Deutschen benutzen im Sommer Sonnencreme oder Sonnenspray, um ihre Haut vor übermäßiger UV-Belastung und Hautkrebs zu schützen. 50 Prozent versuchen längere Aufenthalte in der Sonne zu vermeiden.  Am häufigsten gekauft werden Mittel mit mittleren Lichtschutzfaktoren zwischen 25 und 30. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen FORSA-Umfrage im Auftrag der Knappschaft.

Frauen und ältere Menschen besorgter um ihre Haut

Insgesamt sind Frauen wesentlich stärker um ihre Hautgesundheit besorgt als Männer und verhalten sich dementsprechend. Immerhin tragen 40 Prozent der befragten Männer auch im Sommer eine Kopfbedeckung als Sonnenschutz. Etwa jeder siebte sorgt sich weniger um die Haut und verzichtet nahezu vollständig auf Sonnenschutzmittel. Unter jungen Leuten ist der Anteil der Sorglosen dabei wesentlich größer, während Menschen über sechzig am meisten die Mittagssonne vermeiden – zu recht, wie der Chefdermatologe am Klinikum Vest, der Prof. Dr. Rolf-Markus Szeimies aufzeigt:  „Ältere Menschen sind aus Gesundheitsgründen oft auf die dauerhafte Einnahme von Medikamenten angewiesen, die die Lichtempfindlichkeit und damit auch das Sonnenbrandrisiko drastisch erhöhen. Dazu zählen in erster Linie Antidiuretika, also Tabletten zur Entwässerung, Herzmedikamente und bestimmte Antibiotika. Aber auch Mittel zur Krebsbehandlung können dazu führen, dass ihre Haut sehr viel lichtempfindlicher wird. Die Folgen reichen von Rötungen und Schwellungen der Haut über brennende Schmerzen bis hin zu schweren Verbrennungen.“

Sonnenschutzmittel rechtzeitig auftragen

Generell gilt für Hautschutzmittel, dass sie eine mehr oder weniger lange Einwirkzeit benötigen, um ihre Schutzfunktion zu entfalten. Darauf weist  weist Dr. Peter Pierchalla, ein weiterer Haut-Experte der Knappschaft, im zusammenhang mit der Studie hin: „Wichtig ist, dass man die Sonnencreme rechtzeitig vor dem Sonnenbad aufträgt: also mindestens 20 Minuten vorher. Diese Zeit braucht die Creme, um ihre Wirkung voll zu entfalten“ .

Kostenloses Hautkrebs-Screening bei der Knappschaft

Die Knappschaft weit darauf hin, dass sie für Versicherte jeden Alters ein kostenloses Hautkrebs-Screening als Zusatzleistung übernimmt. Normalerweise ist das Screening erst ab einem Alter von 35 eine Kassenleistung.Trotz dieser guten Vorasussetzungen ergab die Umfrage, dass 45 Prozent der Befragten noch nie ein Angebot zur Hautkrebs-Vorsorge genutzt haben.

 


 

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