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Finanzausgleich der Krankenkassen muss für 2013 neu berechnet werden

10.07.2013

Das Landessozialgericht in NRW hat entschieden, dass die beschlossenen Ausgleichszahlungen der Krankenkassen untereinander für 2013 neu berechnet werden müssen. Das wurde am 4. Juli bekannt gegeben.
 
Grund dafür sei ein Berechnungsfehler bei den Mittelzuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. Dieser müsse korrigiert werden, so die Richter. Nutznießer des Urteisspruches dürften Krankenkassen mit vielen älteren und schwerkranken Mitgliedern sein, darunter die AOKen oder die Knappschaft.

Das Bundesversicherungsamt ist nun durch den richterlichen Beschluss aufgefordert, den Finanzausgleich für 2013 neu durchzuführen.
Die Krankenkassen erhalten aus dem Gesundheitsfonds pro Versichertem eine Grundpauschale und Zuschläge, die sich in der Höhe nach individuellen Risikoklassifizierungen richten. Zu diesen kalkulierbaren Risiken zählen zum einen verschiedene Krankheitsdiagnosen, aber auch Altersaspekte oder Erwerbsminderungen. Dieses System des sogenannten morbiditätsorientierten Risikostrukurausgleichs ( kurz Morbi – RSA ) wurde 2009 parallel mit dem Gesundheitsfonds eingeführt.

Eine Reform des Morbi-RSA ist eine häufige gesundheitspolitische Forderung, sowohl von Seiten der Kassen als auch von Oppositionspolitikern oder Verbänden.

Quelle: GKV-Spitzenverband