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Urteile

Fettabsaugung muss bei krankhafter Fettleibigkeit von Krankenkasse übernommen werden

Lipödem-Betroffene erstritt Kostenübernahme vor Gericht
veröffentlicht am 08.05.2013 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Fettabsaugung muss bei "Lipödem"-Diagnose von der Krankenkasse übernommen werden Fettabsaugung muss bei "Lipödem"-Diagnose von der Krankenkasse übernommen werden@pixelio.de / Markus Hein
Fettabsaugungen und andere kosmetische Operationen gehören normalerweise nicht zum Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen und müssen als individuelle Gesundheitsleistungen ( IgeL) beim Arzt privat beglichen werden.

2013-05-08T11:58:00+00:00
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Krankheit oder Lifestyle?

Handelt es sich bei den Fettpartien aber um eine krankhafte Anhäufung von Fettgewebe, müssen die Krankenkassen eine operationale Entfernung übernehmen. Das hat ein aktuelles Gerichtsurteil vom 24. April ergeben. Gegen ihre Krankenkasse geklagt und gewonnen hat eine 29-jährige Frau mit schwerem Lipödem, deren Oberschenkel einen Durchmesser von 80 cm hatten. ( Az.: L 1 KR 391/12).

Diagnose "Lipödem" entscheidend für Kostenübernahme

Nun muss die Krankenkasse der Betroffenen die Behandlungskosten übernehmen. Patienten, die sich diesem Urteil folgend ebenfalls um eine Kostenübernahme bemühen wollen, müssen zunächst sicherstellen, dass sie auch eine Diagnose „Lipödem“ bekommen.

Viele Ärzte erkennen diese Stoffwechselstörung nicht, so dass die Wahl eines Spezialisten mit  der Zusatzbezeichnung "Phlebologie" oder „Lymphologie“ unabdinglich ist. Dabei sind Arztsucheportale im Internet wie  sehr hilfreich. Wer keinen dieser Spezialisten in seiner Nähe konsultieren kann, kann sich die Diagnose auch in Gefäßzentren erstellen lassen.

Hilfe für Betroffene im Netz

Kostenlose und anonyme ehrenamtliche Beratung im Internet bieten erfahrene Lymphologen unter www.oedemsprechstunde.de.

Infos zu weiteren Therapiemöglichkeiten, Kontakte zu Selbsthilfegruppen und Spezialisten finden Betroffene auf den Seiten der http://www.lipoedem-hilfe-ev.de

 

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