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Fettabsaugung muss bei krankhafter Fettleibigkeit von Krankenkasse übernommen werden

08.05.2013


Fettabsaugungen und andere kosmetische Operationen gehören normalerweise nicht zum Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen und müssen als individuelle Gesundheitsleistungen ( IgeL) beim Arzt privat beglichen werden.
Handelt es sich bei den Fettpartien aber um eine krankhafte Anhäufung von Fettgewebe, müssen die Krankenkassen eine operationale Entfernung übernehmen. Das hat ein aktuelles Gerichtsurteil vom 24. April ergeben. Gegen ihre Krankenkasse geklagt und gewonnen hat eine 29-jährige Frau mit schwerem Lipödem, deren Oberschenkel einen Durchmesser von 80 cm hatten. ( Az.: L 1 KR 391/12).

Nun muss die Krankenkasse der Betroffenen die Behandlungskosten übernehmen. Patienten, die sich diesem Urteil folgend ebenfalls um eine Kostenübernahme bemühen wollen, müssen zunächst sicherstellen, dass sie auch eine Diagnose „Lipödem“ bekommen.

Viele Ärzte erkennen diese Stoffwechselstörung nicht, so dass die Wahl eines Spezialisten mit  der Zusatzbezeichnung "Phlebologie" oder „Lymphologie“ unabdinglich ist. Dabei sind Arztsucheportale im Internet wie  sehr hilfreich. Wer keinen dieser Spezialisten in seiner Nähe konsultieren kann, kann sich die Diagnose auch in Gefäßzentren erstellen lassen.

 

Kostenlose und anonyme ehrenamtliche Beratung im Internet bieten erfahrene Lymphologen unter www.oedemsprechstunde.de


Infos zu weiteren Therapiemöglichkeiten, Kontakte zu Selbsthilfegruppen und Spezialisten finden Betroffene auf den Seiten der http://www.lipoedem-hilfe-ev.de

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