Werbung

Falsche Anreize vermeiden: Neue Transparenzregelung soll vor unnötigen Eingriffen bewahren

24.03.2014

 Das oberste Entscheidergremium in der GKV, der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen ( G-BA ) hat eine Transparenzpflicht für Chefarzt-Zulagen bei OP-Eingriffen beschlossen.

Kliniken müssen nun gezahlte Boni für die Durchführung einer bestimmten Anzahl von Eingriffen offenlegen. Die abgeschlossenen Chefarztverträge sollen im Internet überprüfbar und zugänglich gemacht werden. Bei unvollständigen, fehlenden oder ausbleibenden Angaben sind Sanktionen gegen die Kliniken vorgesehen.

Diese Transparenzpflicht soll davor schützen, dass es wegen finanzieller Anreize zu medizinisch unnötigen Operationen komme.  

Entsprechende Boni-Klauseln sind in etwa 50 Prozent aller neu geschlossenen Chefarzt-Verträge enthalten und beinhalten sogar Festlegungen zu anvisierten quantitativen Steigerungen bei Operationen. Dagegen verwehrte sich bereits eine Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Viele Mediziner selbst hatten an der Praxis aus ethischen Überlegungen heraus Kritik geübt.
 

Bildquelle Abbildung oben: Martin Buedenbender / pixelio.de

Bewerten Sie uns 4,0 / 5

478 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.