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EU-Kommission will Patientenrechte stärken

13.10.2014

  Der zuständige EU-Kommissar für Gesundheit, Tonio Borg, möchte europaweit dafür sorgen, dass Patientinnen und Patienten bei nachgewiesenen Behandlungsfehlern in Zukunft leichter entschädigt werden können.

Jeder betroffene Bürger solle, so Borg, wirksame Rechtsmittel gegen Behandlungsfehler einlegen und ein Anrecht auf finanzielle Entschädigung erhalten können. Man müsse dafür sorgen, so der maltesische EU-Kommissar, dass Patienten nicht länger unter Bürokratie und mangelhaften Rechten zu leiden hätten.

Um dies zu erreichen, möchte Borg europaweit die Patientenrechte stärken. Auch sollen diese unbürokratisch durchsetzbar werden. An die EU-Mitgliedsländer appellierte Borg, die Problematik der medizinischen Behandlungsfehler ernst zu nehmen.

In der Bundesrepublik sind 2013 zum ersten Mal in einem Gesetz Patientenrechte festgeschrieben worden. Darin wurde unter anderem festgelegt, dass die gesetzlichen Krankenkassen kostenlose Unterstützung beim Nachweis von Behandlungsfehlern anbieten müssen.

 

 

Bildquelle oben: © DOC RABE Media - Fotolia.com