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eGK „Next Generation“: DAK-Gesundheit gibt neue Chipkarte mit Speicherfunktion aus

16.09.2016

Elektronische Gesundheitskarte

Die DAK-Gesundheit erweitert als bundesweit erste Krankenkasse die Funktionen der elektronischen Gesundheitskarte. Die bisher ausgehändigten neuen Gesundheitskarten sollen schrittweise durch eine eGK der so genannten „zweiten Generation“ ausgetauscht werden, teilte die Krankenkasse mit.

Erste reale Exemplare der Smart-Gesundheitskarte

Diese neueste Chipkarte ist mit der nötigen Technik für die geplanten Speicher- und Übermittlungsfunktionen ausgestattet. Ärzte und Kliniken sollen mit der neuen Karte Befunde, Notfalldaten oder Patientenakten abrufen, gegenseitig übersenden und speichern können. Diese Funktionen sollen beispielsweise dabei helfen, unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden und den Verwaltungsaufwand zu minimieren. Die schnelle Abrufbarkeit von wichtigen Notfalldaten wie zum Beispiel der Blutgruppe oder einer Organspendeerklärung kann im Ernstfall Leben retten. Die DAK Gesundheit weist die Versicherten ausdrücklich darauf hin, dass für jede Speicherung und auch jeden Abruf das Einverständnis des Patienten eingeholt werden muss. Das gelte auch für die Notfalldaten.

Super-Chipkarte nach wie vor umstritten

Weiterhin betont die drittgrößte Krankenkasse in Deutschland, dass die neue Karte mit den höchsten Datensicherheitsstandards arbeitet. Zertifiziert wurde diese durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).Die erweiterten Funktionen waren und sind das eigentliche langfristige Ziel der neuen Chipkarte, wie sie von den Krankenkassen und der Bundesregierung seit langem vorbereitet und realisiert werden. Die Fragen der Missbrauchsgefahr und der unbefugten Einsichtnahme in sensible Gesundheitsdaten sowie die Datenspeicherung auf zentralen Servern sind umstrittene und kritische Punkte. Ärzteorganisationen, Verbraucherschützer und Bürgerinitiativen kritisieren die technische Aufrüstung im Gesundheitswesen.

 


Linktipp: Website der BI "Stoppt die e-Card"

 

 

Quelle: Hallesche Störung

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