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Arbeitswelt

Echte Pause gegen Dauerstress: Experte rät Unternehmen zu Power-Napping

Eine Fachtagung der BKK Mobil Oil brachte Gesundheits- und Zeitexperten mit Unternehmen zusammen
veröffentlicht am 01.11.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Powernapping ist kein Tabu mehr in der europäischen ArbeitsweltPowernapping ist kein Tabu mehr in der europäischen Arbeitswelt(c) fotolia.de / Daniel Ernst
Menschen in der Arbeitswelt fühlten sich noch nie so gehetzt wie heute. Bis zu 30.000 E-Mails pro Jahr gehören zum Pensum einer Führungskraft. Mitarbeiter in den Großraumbüros müssen alle sieben Minuten mit einer Ablenkung klarkommen. Was also können Unternehmen selbst tun, um ihre Mitarbeiter vom Dauerstress zu entlasten? Zu dieser Frage und anderen Themen hatte die BKK Mobil Oil rund 50 Unternehmensvertreter zu einer Fachtagung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement eingeladen.

2018-11-01T12:32:00+00:00
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Jonas Geißler vom Institut für Zeitberatung rät zu einer Unternehmenskultur des gelasseneren Umgangs mit Unerledigtem. „Wir sollten wieder lernen, Dinge zu verpassen“, so der Organisationsberater. Push-Benachrichtigungen und andere ungefragte Unterbrechungen sollten in Hochkonzentrationsphasen wirklich ausgeblendet werden können. Dazu könnten die Unternehmen auch intern wieder auf die klassischen Sprechzeiten zurückgreifen, wie es bereits im Trend liegt.

Echte Pausen statt Zigarettenlänge

Weiterhin rät Geißler zu bewussterer Pausenkultur und mehr individueller Flexibilität bei den Arbeitszeiten, damit die „Eulen-Typen“ unter den Mitarbeitern ihre Nachteile gegenüber den „Lerchen-Typen“ wettmachen könnten. Mit dem Begriff 'Pause' meint der Experte tatsächlich wesentlich mehr als die schnelle Raucherinsel-Unterbrechung. „Wir können uns nur 75 bis 90 Minuten am Stück konzentrieren. Danach brauchen wir fünf bis zehn Minuten Pause.“

Power-Napping ist kein Tabu

Sogar das bisher eher aus Asien bekannte Power-Napping legte Geißler den anwesenden Unternehmensvertreterinnen und -vertretern als realistische Möglichkeit nahe. Power-Napping, also ein kurzer Erholungsschlaf in eigens dafür bereit gehaltenen Räumen, könne sehr effizient die Leistungsfähigkeit regenerieren helfen. Unternehmen sollten sich daher nicht scheuen, ungewohnte Wege zu gehen und Betten für ein Power-Nap für ihre Mitarbeiter aufstellen.

Eigenverantwortung mit Gesundheits-Apps

Auch das Thema Digitalisierung spielte eine wichtige Rolle bei der Tagung. So erläuterte Jeanette Huber vom Zukunftsinstitut, wie die Unternehmen mit ihrer Hilfe die gesundheitliche Eigenverantwortung ihrer Mitarbeiter zu stärken können. Durch die weit verbreiteten Gesundheits-Apps hätten viele Mitarbeiter stets Zugang zu ihren Gesundheitsdaten und könnten dadurch auch stärker proaktiv handeln.  

 

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