Werbung

E-Petition fordert Legalisierung und Kostenübernahme von Cannabis zu Heilzwecken

18.08.2014

Der deutsche Arzt und Naturheilkundler Dr. Franjo Grotenhermen hat in einer öffentlichen Petition an die Bundesregierung die Freigabe von Cannabis zu medizinischen Zwecken gefordert. Im Text der E-Petition mit der Nummer 52664 , die von Wissenschaftlern und anderen Experten unterstützt wird, wird  auch die Kostenübernahme von Cannabis-Medikamenten und die Einstellung von Strafverfolgungen gegen Cannabis-Patienten gefordert.

Cannabis heilsam bei Krebs, MS und Arthritis

„Krebs, Multiple Sklerose, Angststörungen, Arthritis, Migräne, Epilepsie – die Liste schwerer chronischer Krankheiten, bei denen eine Behandlung mit Cannabis hilfreich ist, ist lang. Cannabis lindert Schmerzen, es wirkt entzündungshemmend und entspannt die Muskulatur. Das ist heute hinlänglich erforscht und die Behandlung wird in vielen Ländern praktiziert.“, heißt es unter anderem im Petitionstext, der  auf der Website des Deutschen Bundestages aufgerufen und unterzeichnet werden kann.Sollten innerhalb der Frist die nötigen 50.000 Unterschriften zusammenkommen, muss sich der Bundestag mit dem Thema befassen.

Legale Cannabis-Therapie bislang meist unerschwinglich

Der Initiator Dr. Franjo Grotenhermen ist der Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V.“ „Wir schätzen, dass mehrere 100.000 Menschen in Deutschland von einer Behandlung mit Cannabis als Medikament profitieren würden“, so Grotenhermen. Derzeit hätten nur 4.000  chronisch Kranke in Deutschland legalen Zugang zu Cannabis-Medikamenten aus der Apotheke. Eine Behandlung kostet mehrere  hundert Euro im Monat und ist für die meisten Patienten daher unerschwinglich.

Erst vor wenigen Wochen war drei Schmerzpatienten erstmals in Deutschland von einem Gericht der Eigenanbau von medizinischem Hanf für den Eigenbedarf erlaubt worden. Dabei handelt es sich um einen Einzelfall. Normalerweise erhalten Patienten keine Ausnahmegenehmigungen für den Anbau von der Bundesopiumstelle. Dies will die Petition ändern. “Wir dürfen Schwerkranke nicht kriminalisieren, die einen als wirksam nachgewiesenen Wirkstoff zu sich nehmen wollen, den sie sich in anderer Form nicht leisten können.“, so Dr. Frank Grotenhermen. Auch der ehemalige Präsident der Berliner Ärztekammer, Ellis Huber, unterstützt die Forderungen der Petition.


Link zur Petition im Deutschen Bundestag

 

 


Bewerten Sie uns 4,2 / 5

493 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.