Werbung

Defizit bei den Krankenkassen: Zusatzbeitrag 2016 wird steigen

14.10.2015

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen rechnet im kommenden Jahr mit steigenden Zusatzbeiträgen. Eine Sprecherin des Gremiums bezifferte die durchschnittliche Beitragserhöhung mit 0,2 bis 0,3 Prozent. Diese müssten ausschließlich die Versicherten tragen.

Beitragsatz nicht kostendeckend

Bislang haben die Kassen in diesem Jahr ein Haushaltsdefizit  in dreistelliger Millionenhöhe angehäuft. Verantwortlich dafür sind laut GKV-Spitzenverband die gestiegenen Kosten für Klinikbehandlungen, Pflege und Medikamente. Das derzeitige Beitragsniveau reiche nicht aus, diese Mehrausgaben zu decken, so der Verband auf einer Veranstaltung am 13.10. in Berlin.
Langfristig gesehen rechnet der Spitzenverband mit Zusatzbeiträgen in einer Höhe bis zu 1,8 Prozent noch in diesem Jahrzehnt.

AOK Plus bleibt günstiger

Die Krankenkassen halten sich derzeit noch bedeckt mit Aussagen zu Beitragsanpassungen im kommenden Jahr. Bereits jetzt gibt es wegen unterschiedlich hoher Zusatzbeiträge eine deutliche Spanne beim Beitragssatz. Diese reicht von 14,6  Prozent ( kein Zusatzbeitrag ) bis zu 15,7 Prozent ( Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent ). Der Vorstandschef der AOK Plus, Striebel, zeigte sich in einer aktuellen Erklärung optimistisch, das seine Kasse den Beitragssatz von derzeit 14,9 Prozent nicht erhöhen muss. Entschieden werde dies auf der Sitzung des Verwaltungsrates Ende November.



   

zum Kassenprofil