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HIV und AIDS

DAK-Gesundheit übernimmt als erste Kasse die HIV-Pille PrEP

Neue Satzungsleistung beschlossen
veröffentlicht am 08.01.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

HIV-Prophylaxe (PrEP) - TruvadaHIV-Prophylaxe (PrEP) - Truvada(c) fotolia.de / zerbor
Der Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit hat am 13. Dezember 2018 neben dem neuen Jahreshaushalt und dem Zusatzbeitrag für 2019 auch eine neue Satzungsleistung beschlossen. Die drittgrößte gesetzliche Kasse wird als erste gesetzliche Krankenkasse bei Risikogruppen die Kosten für HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) übernehmen.

2019-01-08T12:55:00+00:00
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 „Wir investieren in die Qualität der Versorgung und in hochwertige Leistungen für unsere Versicherten“, so der Vorsitzende des Verwaltungsrates Dieter Schröder. Der neue Haushalt sieht ein Gesamtvolumen von 22,6 Milliarden Euro vor. Für die Betroffenen Menschen mit hohem HIV-Risiko bringt die neue Satzungsleistung eine erhebliche finanzielle Ersparnis.

Truvada bislang nur auf Privatrezept erhältlich

Mit der Satzungsleistung kommt die DAK einem Beschluss zur generellen Aufnahme in den Katalog der Kassenleistungen zuvor, wie sie im Juli 2018 von Gesundheitsminister Spahn (CDU) bei großer Zustimmung angekündigt wurde. Bei der PräExpositionsProphylaxe (PrEP ) wird ein HIV-Medikament präventiv eingenommen, um sich vor einer Infektion mit HIV zu schützen. Der Wirkstoff Tenofovirdiproxil/Emtricitabin ( TDF/FTC ) verhindert dabei, dass sich das Virus im Körper nach dem Eindringen weiter vermehren kann. Bei regelmäßiger Einnahme kann so das Ansteckungsrisiko fast vollständig beseitigt werden. Bislang finanzieren in Deutschland mehrere tausend Menschen das erste zugelassene PrEP-Medikament Truvada® aus eigener Tasche. Da die Zulassung in Deutschland nur für tägliche Einnahme gilt, sind mit dieser Form der Prophylaxe bislang sehr hohe Kosten verbunden.  

HIV-Neuinfektionen sollen sinken

„Allen Aufklärungskampagnen zum Trotz wird die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland nicht wesentlich kleiner. Deshalb müssen wir neue Schutzmethoden fördern“, so DAK-Vorstand Andreas Storm über die Gründe für den Vorstoß seiner Krankenkasse.
Das Bundesversicherungsamt muss der neuen Leistung noch zustimmen, bevor sie in Kraft treten kann.

 

Ergebnis der DAK-Gesundheit im aktuellen Krankenkassentest

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