Werbung

DAK-Gesundheit startet bundesweite Aufklärungskampagne zu Fettleibigkeit

26.09.2016

Übergewicht - Mit Vorurteilen abbauen

Foto: DAK-Gesundheit |

Fettleibige Menschen werden in Deutschland häufig stigmatisiert und ausgegrenzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Forsa-Untersuchung im Auftrag der DAK-Gesundheit. Die Studie mit dem einschlägigen Namen „XXL-Report“ stellt außerdem fest, dass die Mehrheit der Befragten glaubt, Fettleibige seien an ihrem Übergewicht selbst schuld. Um den Vorurteilen entgegenzutreten, startet die gesetzliche Krankenkasse nun die Aufklärungskampagne „schwere(s)los“.

Fettleibige haben schlechten Ruf

In Deutschland ist jeder vierte Erwachsene zwischen 18 und 79 Jahren adipös. Das sind 16 Millionen Menschen. Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen. Der Anteil der Patienten mit extremer Adipositas (BMI über 40) hat sich im Zeitraum 1999 bis 2013 mehr als verdoppelt. Studien belegen, dass Adipositas als Auslöser für mehr als 60 Begleiterkrankungen gilt.

„Adipöse Menschen haben in unserer Gesellschaft ein schweres Los. Sie kämpfen gegen Pfunde und Vorurteile“, sagt DAK-Vorstand Thomas Bodmer. „Mit unserer aktuellen Untersuchung und Aufklärungskampagne wollen wir deshalb zum Nachdenken anregen und die Sichtweise auf die Krankheit verändern.“ Dr. Chima Abuba, Geschäftsführer der Johnson & Johnson Medical GmbH, die sich ebenfalls an der Aufklärungskampagne beteiligt, ergänzt: „Es ist ein wichtiger Schritt, um Adipositas in die öffentliche Diskussion zu bringen und mit der Stigmatisierung der Betroffenen Schluss zu machen.“

47 Prozent der Befragten meinen, dass Bewegungsmangel und vieles Sitzen schuld am Übergewicht seien. 33 Prozent gaben falsche beziehungsweise ungesunde Ernährung an. Auch Fast Food mit 31 Prozent, Fertigprodukte mit 23 Prozent sowie Zeitmangel und Bequemlichkeit mit 20 Prozent gelten bei vielen als Auslöser von Adipositas. Gesundheitliche Gründe wie Stoffwechselstörungen oder genetische Disposition scheinen in der Öffentlichkeit gar keine Rolle zu spielen. Jeder Zweite glaubt zudem, fettleibige Menschen seien sozial weniger anerkannt und 44 Prozent vermuten Nachteile in Beruf und Karriere aufgrund der vielen Pfunde. 71 Prozent der Deutschen finden fettleibige Menschen unästhetisch und jeder Achte vermeidet sogar bewusst den Kontakt zu ihnen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Ingrid Fischbach, erklärt: „Die Aufklärungskampagne „schwere(s)los“ macht Menschen mit Übergewicht Mut, sich über Ursachen und Behandlungen zu informieren, den leider noch immer vorhandenen Vorurteilen zu begegnen und vorhandene Angebote zu nutzen. Übergewicht und Adipositas sind mit unterschiedlichen Risiken für die Gesundheit verbunden und haben verschiedene Ursachen.“

Mehrheit hält sich für zu dick

Auch insgesamt spielt das Gewicht bei den meisten Menschen eine große Rolle. Laut „XXL-Report“ halten sich 60 Prozent der Deutschen für zu dick. Mehr als jeder Dritte sorgt sich ständig, zu dick zu sein oder übergewichtig zu werden. 22 Prozent haben schon mal versucht, durch Fasten oder Intensiv-Diäten abzunehmen. 17 Prozent machen derzeit eine Diät, um Gewicht zu verlieren.

Weiter Informationen rund um das Thema Adipositas und die Aufklärungskampagne „schwere(s)los“ gibt es unter www.aktion-schwereslos.de.

DAK-Gesundheit