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DAK-Gesundheit fordert Abschaffung des Einheitsbeitragssatzes in der GKV

29.06.2013

Der Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit hat in einem Positionspapier zur Bundestagswahl 2013 die Rückkehr zur Beitragsautonomie der gesetzlichen Krankenkassen gefordert.

„Wenn wir die Beitragssätze wieder kassenindividuell festlegen, schafft dies mehr finanzielle Möglichkeiten, um die Versorgung der Versicherten besser zu gestalten“, äußerte DAK-Verwaltungsratschef Hans Bender.

Die gesetzliche Festschreibung eines einheitlichen Beitragssatzes sei bürokratisch und verursache zu viel Verwaltungsaufwand. Die künftige Bundesregierung solle die günstige Konjunkturlage in Deutschland für eine Rückkehr zum alten System kassenindividueller Beitragssätze nutzen, so der Kassenmanager.

Weiterhin forderte die drittgrößte deutsche Krankenkasse einen Umbau des Risikostrukturausgleiches zwischen den Kassen und die Möglichkeit, mit Leistungsträgern Einzelverträge abzuschließen.

Die Abschaffung des einheitlichen Beitragssatzes steht auch auf der politischen Agenda von SPD und GRÜNEN, wie es die gesundheitspolitischen Sprecher beider Oppositionsparteien in Interviews mit krankenkassenRATGEBER geäußert haben.