Hauptregion der Seite anspringen
Medikamente

COVID-19 & Corona: BARMER warnt vor angeblich heilenden Arzneimittel aus dem Internet

Bislang keine Mittel gegen COVID-19 zugelassen
veröffentlicht am 31.03.2020 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Covid-19 Covid-19(c) Alexey Hulsov / pixabay / CC0
Die BARMER hat unter Berufung auf die Europäische Arzneimittel-Agentur eindringlich vor angeblich gegen COVID-19  heilsamen Medikamenten im Internet gewarnt. Derzeit gebe es „noch keine zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung von Covid-19.“,  stellte die BARMER-Pharmazeutin Heidi Günther in einer Meldung der Krankenkasse klar.

2020-03-31T11:47:00+00:00
Werbung

Erste Medikamente befänden sich bislang erst im Versuchsstadium. Bei den Angeboten im Internet handele es sich hingegen um Produkte, die keinerlei wissenschaftlich erwiesenen Nutzen gegen die vom neuen Coronavirus verursachte Krankheit Covid-19 haben. Komme es zu unerwünschten Wechselwirkungen nach der Einnahme solcher Mittel, könnten diese sich sogar als sehr schädlich erweisen, warnte die BARMER weiter. Bislang stünden bei einer Covid-19-Erkrankung ausschließlich Medikamente zur Behandlung von Symptomen wie Husten oder Fieber zur Verfügung.

Ebenfalls zu warnen sei vor Angeboten im Netz, die für bestimmte Nahrungsergänzungsmittel mit falschen Versprechungen werben. „Es gibt keine Nahrungsergänzungsmittel, die eine Infektion mit dem Coronavirus verhindern oder sogar heilen können“, so Dunja Kleis, die Landesgeschäftsführerin der Barmer im Saarland.

Liegen bestimmte Vorerkrankungen vor oder werden die Ergänzungsmittel in zu hohen Dosen eingenommen, könnten diese ebenfalls schaden. Zudem blieben die Präparate bei ausgewogener Ernährung ohnehin meist ohne Wirkung.

Seit dem Beginn der Corona-Krise stieg die Zahl der Internetangebote mit vermeintlichen Arzneimitteln, die Heilung für Infizierte versprechen, sprunghaft an. Die BARMER hat ein Informationstelefon zu Corona freigeschaltet. Unter einer kostenlosen Rufnummer werden dort rund um die Uhr Fragen aller Bürgerinnen und Bürger zu COVID-19 und dem Coronavirus beantwortet.

 

Infotelefon der BARMER zur Corona-Pandemie: 0800 8484111

 

Weiterführende Artikel:
  • BARMER schließt alle Geschäftsstellen
    Angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus und der von Bund und Ländern vorgesehenen drastischen Einschränkung des öffentlichen Lebens schließt die BARMER ihre bundesweit rund 400 Geschäftsstellen.
  • Psychologische Hilfe in der Corona-Krise
    Homeoffice, erzwungene Einsamkeit und soziale Distanz, schlechte Nachrichten, Angst  und Quarantäne.. Die Corona-Pandemie verlangt den zu Hause bleibenden Menschen vieles ab. Nicht alle können die seelische Belastung in der erzwungenen Ausnahmesituation so ohne weiteres wegstecken.
  • "Nationale Notlage" - Erweitertes Infektionsschutzgesetz vom Bundestag beschlossen
    Der deutsche Bundestag hat unter Verweis auf eine „nationale Notlage“ durch die rasche Verbreitung von Sars-CoV-2 (Corona) weitreichende Ermächtigungen für das Gesundheitsministerium und eine Erweiterung möglicher Einschränkungen von Grundrechten beschlossen. Das Gesetz trat am 27. März 2020 in Kraft.
  • Arbeitsunfähigkeit per Telefon ausgeweitet: Bescheinigung bequem per App der BARMER senden
    Niedergelassene Ärzte können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache nunmehr bis zu 14 anstatt vormals sieben Tage krankschreiben. Die AU-Bescheinigung kommt dann entweder per Post oder kann nach Rücksprache in der Arztpraxis abgeholt werden.
  • Corona: Pflicht zu Beratungsbesuchen für Pflegegeldempfänger ausgesetzt
    Pflegebedürftige sind während der Corona-Krise von der Pflicht, einen Beratungsbesuch durch einen Pflegedienst in Anspruch zu nehmen, befreit. Sie erhalten weiterhin Pflegegeld von der Pflegekasse. Das regelt das am 25.

 

 

Bewerten Sie uns 4,8 / 5
https://www.krankenkasseninfo.de

5451 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.

Kategorien