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Pandemie

Corona: Sozialverband fordert weiterhin kostenlose Bürgertests

VdK-Präsidentin Bentele kritisierte das geplante Ende kostenfreier Corona-Tests
veröffentlicht am 22.06.2022 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Bürgertests auf das CoronavirusBürgertests auf das Coronavirus(c) Getty Images / Pascal Skwara
Wenn es nach Gesundheitsminister Lauterbach geht, sollen der kostenlose Zugang zu Corona-Testungen für Bürgerinnen und Bürger deutlich eingeschränkt werden. Dagegen setzt der Sozialverband VdK die Forderung, diese unbedingt weiter anzubieten.

2022-06-22T13:59:00+02:00
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Zahlen werden steigen

Die Zahlen seien „schon jetzt hoch und werden ganz sicher weiter steigen“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele gegenüber Journalisten. Ohne Bürgertests aber könne „das Pandemiegeschehen kaum gemessen werden. Darum muss die erfolgreiche Test-Strategie über den Juni hinaus verlängert werden.“ so Bentele weiter.

Nach den Plänen der Bundesregierung unter Federführung des Gesundheitsministers Karl Lauterbach sollen künftig lediglich Menschen mit Symptomen und bestimmte ausgewählte Personengruppen wie Kleinkinder und Schwangere für kostenlose Tests infrage kommen. Derzeit beraten die Gesundheitsminister der Länder das weitere Vorgehen in Hinsicht auf den zu erwartenden Corona-Herbst.   

"Das falsche Signal"

Vera Bentele - Präsidentin des VdKVera Bentele - Präsidentin des VdKSozialverband VdK
Vera Bentele sparte indes nicht mit Kritik an den Kürzungsplänen. Aus Sicht ihres Sozialverbandes sei es „fahrlässig, nur noch eingeschränkt kostenlose Bürgertests anzubieten.“ Vor allem pflegende Angehörige müssten unbedingt weiter kostenlose Tests in Anspruch nehmen können, weil sie darauf angewiesen seien und keine unerkannten Infektionen weitergeben dürften. Die Politik, so Bentele scharf, habe offenbar „aus den Fehlern des vergangenen Herbstes nichts gelernt.“

Das Ende der kostenlosen Bürgertests sei sozialpolitisch „das falsche Signal“. Es könne nicht sein, „dass Menschen, die besonders unter der Corona-Pandemie leiden wie Ältere, Geringverdiener und Pflegebedürftige, bald wieder Selbsttests aus eigener Tasche bezahlen müssen."

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