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Cannabis auf Rezept schon ab 2016 möglich

04.02.2015  Lange Zeit schien es keinen gesetzlichen Weg zu geben, die medizinische Heilwirkung der Cannabis-Pflanze für Kassenpatienten per ärztlicher Verordnung und Kostenübernahme zu ermöglichen. Dies wird sich nach jahrelangen Diskussionen offenbar nun ändern. Ab 2016 soll es nach dem Willen der Bundesregierung bei schwerwiegenden Erkrankungen für Schmerzpatienten Cannabis auf Rezept geben.

Gesetzesregelung schon 2015 möglich

Noch in diesem Jahr soll laut Aussage der Drogenbeauftragten der Bundesrepublik, Marlene Mortler (CSU) , ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht werden. Bislang gab es in der Bundesrepublik lediglich eine einzige behördliche Genehmigung für den Selbstanbau von medizinischem Cannabis. Im Juli 2014 hatte das Kölner Verwaltungsgericht drei Schmerzpatienten Recht gegeben, die sich ihre Cannabistherapie nicht leisten konnten und gegen ein Verbot der Eigenzüchtung Klage eingereicht hatten.
 

Schmerzpatienten können Kriminalisierung entgehen

Das mittelständische Pharmaunternehmen Bionorica hat mitten in den politischen Diskussionen bereits eine Zulassung für ein Cannabis-Präparat mit dem Wirkstoff Dronabinol beantragt. Wenn die gesetzlichen Krankenkassen in Zukunft derartige Therapien in bestimmten Fällen übernehmen müssen, würde dies die juristischen Probleme dieser Patienten lösen. Allerdings dürfte dann wohl auch kein weiterer Eigenanbau von medizinisch wirksamen Hanfpflanzen mehr genehmigt werden.   

 

 

Bildquelle: Stefan Klövekorn  / pixelio.de