Hauptregion der Seite anspringen
Geburtshilfe

Bundestag beschloss Hebammenreformgesetz

Ausbildung bald nur noch per Studium
veröffentlicht am 27.09.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Hebammen sind als Berufsstand in Deutschland gefährdet Hebammen sind als Berufsstand in Deutschland gefährdet© fotolia.de / lebkuchen53
Der deutsche Bundestag hat eine Reform zur Hebammenausbildung beschlossen. Der Beruf ist zukünftig nur noch über ein entsprechendes Bachelor-Studium und eine staatliche Prüfung zu erlangen. Dieser soll praxisnah gestaltet werden und in einem Zeitraum von sechs bis acht Semestern  zu absolvieren sein.

2019-09-27T13:16:00+00:00
Werbung

Neues Gesetz folgte EU-Vorgaben

Auch wer den Beruf der Geburtshelferin ergreifen möchte, kann dies bald nur noch über einen Studiengang tun.Voraussetzung für beide Hochschulausbildungen soll entweder ein Nachweis über zwölf Jahre Schulbildung oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem Pflegeberuf sein. Mit der Neuordnung der Ausbildung in der Geburtshilfe wurde eine entsprechende EU-Richtlinie umgesetzt.

Der Hebammenverband begrüßte die Entscheidung und bezeichnete die Reform als „sehr gelungen“.  „Wir freuen uns, dass die lang erwartete große Reform des Hebammenberufes umgesetzt wird“, so Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes.

Hoffnung auf Nachwuchs bei den Hebammen

„Als großen Erfolg werten wir auch, dass Studierende künftig ein Gehalt bekommen.“ fügte Yvonne Bovermann, Beirätin für den Bildungsbereich beim Hebammenverband, an. „Alles zusammen wird die Attraktivität des Hebammenberufes steigern und für ausreichenden Nachwuchs sorgen.“ Seit Jahren beklagten die Hebammen über Nachwuchsprobleme und sinkende Attraktivität ihres Berufes wegen hoher wirtschaftlicher Risiken. Mit öffentlichkeitswirksamen Kampagnen hatten sie lautstark immer wieder auf das drohende Verschwinden des Hebammenberufes hingewiesen.

Krankenkassentest: Kostenübernahme für Hebammen-Rufbereitschaft

Weiterführende Artikel:
  • Glückssache Hebamme?
    Für Schwangere und junge Mütter sind Hebammen unersetzlich. Auf die individuelle Versorgung in der Schwangerschaft, die Geburtshilfe sowie die Betreuung während der Zeit des Wochenbetts können viele Mütter nicht verzichten.
  • „Wir fordern ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz"
    Seit Jahren machen die Hebammen lautstark auf die dramatische Verschlechterung ihrer beruflichen Situation und die dadurch bedrohte Geburtshilfe-Versorgung aufmerksam. Die Politik reagiert nur schleppend. Nach dem Vorbild des Pflegestärkungsgesetzes fordern die Hebammen nun auch ein Gesetz für die Geburtshilfe.
  • Kinderheldin -Digitale Hebammenberatung während der Schwangerschaft und im 1. Lebensjahr
    Wer erinnert sich noch an schlaflose Nächte, weil das Baby schreit? Stundenlanges Hin-und Hertragen, Bauch massieren, Kuscheln, nichts hilft. Seit 1. August 2019 bietet die BKK ProVita ihren Versicherten mit Kinderheldin, einer digitale Hebammenberatung, Unterstützung für solche Fälle an.

 

 

 

Bewerten Sie uns 4,8 / 5

4390 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.

Kategorien