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Brandenburg bricht Versprechen: 2014 kein Landeszuschuss für künstliche Befruchtung

02.12.2013

Brandenburg wird auch in naher Zukunft keine finanziellen Zuschüsse für künstliche Befruchtungen gewähren. Das gab das Familienministerium des Bundeslandes bekannt.

Anders als 2012 noch verlautbart und versprochen werde es 2014 keine Landeszuschüsse für medizinische Befruchtungen geben. Damals hatte SPD-Minister Günter Baaske (SPD) noch versprochen, dass Brandenburg bemüht sei, „zeitnah mit den Gesetzlichen Krankenkassen und dem Bund im Interesse der ungewollt kinderlosen Paare eine Lösung zu finden“.


Linktipp: --> komplette Übersichtsliste Mehrleistungen zur Künstlichen Befruchtung

In manchen Bundesländern wie Niedersachsen oder Thüringen erhalten die Betroffenen ein Viertel der anfallenden Therapiekosten vom Land erstattet.

Kinderlose Paare, die sich ihren Kinderwunsch medizinisch erfüllen möchten, müssen  in den meisten Fällen erhebliche Kosten aus der eigenen Tasche tragen. Denn der gesetzliche Zuschuss der Krankenkasse beträgt genau 50 Prozent. Für eine künstliche Befruchtung können bei mehreren erfolglosen Versuchen bis zu 10.000 Euro und mehr an Therapiekosten anfallen.

Den betroffenen Brandenburgerinnen und Brandenburgern bleibt nun nach dem ausgefallenen Landeszuschuss als letztes Mittel noch ein Kassenwechsel, denn einige Krankenkassen übernehmen die kompletten Behandlungskosten im Rahmen von freiwilligen Zusatzleistungen.

Bei Beträgen im fünfstelligen Bereich für eine Therapie macht sich ein Kassenwechsel in diesem Fall sofort bezahlt.  

 

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