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Beitragsschuldner in der GKV sollen rückwirkend mit Zinssenkung entlastet werden

27.05.2013 Die von der schwarz-gelben Bundesregierung avisierte Senkung der Säumniszuschläge auf Außenstände in der Gesetzlichen Krankenversicherung für Selbstständige soll rückwirkend geltend gemacht werden.

Das geht aus einem Zeitungsbericht in der „Süddeutschen Zeitung“ hervor. Der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn hatte gegenüber Journalisten geäußert, dass Betroffene ohne Angst vor Nachzahlungen in die Gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren könnten.  
  «Damit korrigieren wir im Sinne der Betroffenen einige zu scharfe Regelungen der letzten Jahre», so Spahn.
 
Die Säumniszinsen auf rückstehende Krankenkassenbeiträge werden von monatlich sich summierenden fünf Prozent auf jeweils ein Prozent gesenkt. Damit sinkt der jährliche Zinsaufschlag von derzeit 60 auf dann 12 Prozent. Die Verschuldung der säumigen Versicherten wird damit abgebremst. Zusätzlich haben die einzelnen Krankenkassen gesetzlich auch die Möglichkeit,

bisher jährlich 60 auf künftig 12 Prozent senken. Damit würden die Schulden der säumigen Beitragszahler nicht mehr so schnell steigen. Zusätzlich haben die Kassen die Möglichkeit, die Zinsen auch zu erlassen.

Ursprünglich war im Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) nur vorgesehen gewesen, die Zinsen auf zukünftig zu erhebende Beiträge zu senken. Die bereits aufgelaufene Schuldsumme sollte zuerst nicht von der Zinssenkung betroffen sein.
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