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Beitragsatz sinkt ab 2015 - Bundesregierung bringt Gesundheitsreform auf den Weg

13.02.2014

 
Die angekündigte schnelle Gesundheitsreform der neuen Großen Koalition ist mit einem ersten Schritt in Richtung Gesetzespaket gestartet. Laut Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurde aus dem Gesundheitsministerium in Berlin ein Entwurf dafür kommuniziert.

Beitragssatz sinkt wie vorgesehen auf 14,6 Prozent

Demnach sinkt wie im Koalitionsvertrag festgelegt der allgemeine Beitragssatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung von derzeit 15,5 ab 2015 auf 14,6 Prozent. Der Arbeitgeberbeitrag bleibt unverändert bei 7,3 Prozent festgeschrieben, während die Krankenkassen von den Arbeitnehmern prozentuale Zusatzbeiträge in theoretisch unbegrenzter Höhe verlangen können.

Eine gesetzliche Begrenzung der zusätzlichen Belastung für die Arbeitnehmer ist im Entwurf nicht vorgesehen. Aus Kreisen der SPD waren wegen der arbeitnehmerunfreundlichen Maßnahme Kritik am Koalitionsvertrag und Forderungen nach entsprechenden Nachbesserungen laut geworden.
 

Finanzstarke Kassen können Beitragsvorteil bieten

Nach dem 1. Januar 2015 dürften die Unterscheide bei den Beitragssätzen der Krankenkassen anwachsen. Während finanzstarke Kassen ohne oder mit einem nur geringen Zusatzbeitrag von 0,1 bis 0,4 Prozent auskommen werden, könnte es für manche Versicherte deutlich teurer werden.

Bislang haben lediglich die Handelskrankenkasse hkk und die Techniker Krankenkasse konkrete Ankündigungen für ihren Beitragssatz im kommenden Jahr gemacht. Beide Kassen garantierten, dass sie deutlich günstiger liegen werden als der Durchschnitt. Die hkk nannte sogar Zahlen und kündigte einen „dauerhaften Beitragsvorteil“ von ca. 40 Euro pro Monat an.

 

   

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