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Azubi-Gehälter: Öffentlicher Dienst und Banken liegen beim Ausbildungsentgelt vorn

14.08.2013

Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Das gilt heute noch genauso wie zu Zeiten, als dieses Sprichwort entstand und lässt sich auch auf die gezahlten Ausbildungsentgelte anwenden. Aber gemessen am Eltern-Taschengeld als Schüler oder gelegentlichen Ferien- oder Zeitungsausträgerjobs sind die ersten selbst verdienten Euros meist schon ein beträchtlicher Fortschritt.


350 € oder 750 € ? - Die Höhe des Azubi-Lohnes ist branchenabhängig 

Die Höhe des Azubi-Lohnes bzw. Ausbildungsentgeltes hängt ganz wesentlich von der Branche ab, in der der Lehrvertrag abgeschlossen wird. Kleinere Handwerksbetriebe können mit großen Industrieunternehmen, Institutionen, Banken oder Versicherungen nur in den seltensten Fällen mithalten.
Genau wie bei fertig ausgebildeten Arbeitnehmern und Angestellten liegt der Bereich öffentlicher Dienst bei den gezahlten Azubigehältern vorn. Hierzu zählen etwa alle Verwaltungen von Kommunen, Hochschulen, Wissenschaftsinstituten und Forschungseinrichtungen, Amtsbehörden, aber auch z.B. der öffentliche Nahverkehr oder kommunal betriebene Wirtschaftsunternehmen. Der aktuelle Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst sieht im ersten Lehrjahr für 2013 ein Entgelt von monatlich 793,26  Euro vor. Im vierten Ausbildungsjahr sind es dann bereits 952,59 Euro.


Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) sorgt für relative Gleichheit

An zweiter Stelle folgen Banken und große Industrieunternehmen. Bei der Deutschen Bank bekommen Auszubildende anfangs 769 Euro und im dritten Lehrjahr 891 Euro. Im Vergleich dazu stehen Azubis bei McDonalds gar nicht so schlecht da. Das Fast-Food-Unternehmen zahlt immerhin 637 Euro im ersten Lehrjahr und 791 Euro im dritten Lehrjahr. Wer einen exotischen Handwerksberuf wie z.B. Steinmetz oder Buchbinder erlernen möchte, muss sich auf erheblich niedrigere Ausbildungsgehälter einstellen. In diesem Fall aber sieht der Gesetzgeber vor, dass man Berufsausbildungsbeihilfe ( BAB ) beziehen kann. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Eltern keine Gutverdiener sind.


Brutto und Netto: Die richtige Krankenkasse ist unterm Strich günstiger

Für alle angegebenen Azubi-Entgelte gilt, dass es sich um Brutto-Lohn bzw. -gehalt handelt. Es müssen also hiervon noch Sozialabgaben und in seltenen Fällen auch Steuern abgezogen werden. Mit der Wahl der Krankenkasse kann man als Azubi seinen Nettolohn etwas günstiger gestalten, denn manche Kassen zahlen Prämien an alle ihre Mitglieder. Wenn eine Krankenkasse beispielsweise 120 Euro Prämie pro Jahr zahlt, bedeutet das unterm Strich, dass man zehn Euro Mehr im Monat in der Tasche hat.    


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