Werbung

Ausgaben der Kassen für Medikamente auf 34 Mrd. Euro

07.02.2017


Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Laut einer Information des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) kletterten die Kosten für die Medikamentenverordnungen bei den Krankenkassen um 3,8 Prozent. Die Gesamtausgaben beliefen sich demnach auf etwas mehr als 34 Milliarden Euro.

Den Löwenanteil dieser Rekordsumme nehmen neu entwickelte patentgeschützte Medikamente ein, etwa im Bereich der Krebstherapien oder der Immunsupressiva. Gesunken hingegen seien die Kosten für Verordnungen bei Hepatitis-C.

Experten wie der Vorsitzende des DAV, Fritz Becker, bewerten die Zahlen eher positiv, denn die Anzahl der GKV-Versicherten habe 2016 immerhin stark zugenommen. Außer dem seien die von den Kassen mit den Pharmaherstellern ausgehandelten Milliardenrabatte noch nicht in die Aufrechnung eingeflossen, wie der Bundesverband der Apothekerverbände (ABDA) anmerkte.
 
Unterm strich hätten sich die Arzneimittelausgaben „erwartungsgemäß mit einer moderaten Steigerungsrate entwickelt", so DAV-Chef Becker. Wenn eine Million mehr Patienten versorgt werden müssten, könne man keine rückläufigen Ausgaben erwarten. „Neben der Zunahme der Zahl der Versicherten sind die demographische Situation und der medizinische Fortschritt hier die bestimmenden Faktoren– und das wird wohl auch künftig so bleiben.“, führte Becker weiter aus.

 


 

Bewerten Sie uns 4,0 / 5

486 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.