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Azubis

Aus Sorge vor Azubi-Krise: Bund verdoppelt Corona-Ausbildungsprämien

Höhere Prämien für Firmen die keine Azubistellen streichen. Geld fließt auch für das Azubigehalt und die Bezahlung der Lehrausbilder
veröffentlicht am 26.04.2021 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Auszubildender Auszubildender(c) Fotolia.com / Highwaystarz
Die Corona-Pandemie hat für sinkende Ausbildungsplätze in der deutschen Wirtschaft gesorgt. Von der Pandemie betroffene Unternehmen können nun zusätzliche Hilfen bekommen, wenn sie trotz Krise ihre Stellen für Azubis weiterhin bereitstellen oder neu schaffen.

2021-04-26T13:23:00+02:00
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Im vergangenen Jahr haben laut so wenige Menschen in Deutschland eine Ausbildung begonnen wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Wer im laufenden Jahr die Schule abschließt, hat weniger gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz wie in den Jahren vor Corona. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) unter Minister Hubertus Heil (SPD) hat zur Absicherung des Ausbildungsjahrganges eine Reihe finanzieller Maßnahmen angekündigt.

Alte Antragsregeln aus 2020 noch bis 31. Mai 

bereits im Juli 2020 hat der Bund ein  Hilfsprogramm namens "Ausbildungsplätze sichern" gestartet. Neben der bereits vor Corona existierenden Ausbildungs-Prämie von 2.000 Euro je Azubi-Stelle konnte dabei bislang eine weitere Prämie in derselben Höhe fließen, wenn das Ausbildungsniveau vom Vorjahr gehalten wird. Sollte ein Betrieb sogar neue Ausbildungsplätze schaffen und damit das Ausbildungsniveau erhöhen, konnte diese Prämie auf 3.000 Euro angehoben werden. Diese Regeln gelten bis einschließlich 31. Mai 2021 für klein- und mittelständische Betriebe (KMU) mit bis zu 249 Mitarbeitern.

Ausbildungsprämien noch einmal verdoppelt 

Finanzhilfen in der Corona-KriseFinanzhilfen in der Corona-Krise(c) Getty Images / Stadtratte
Die neue Offerte des BMAS sieht nun für das kommende Ausbildungsjahr eine Verdopplung der möglichen Prämien auf 4.000 Euro bzw. 6.000 Euro vor, wenn das Ausbildungsniveau gehalten oder gesteigert wird. Anträge dafür können ab dem 1. Juni 2021 gestellt werden. Auch der Kreis der antragsberechtigten Firmen erhöht sich, denn die zulässige Mitarbeiterzahl steigt auf 499.    

Lohnhilfen für Lehrausbilder und Zuschüsse zum Azubi-Gehalt

Neben der einmaligen Prämie je Ausbildungsplatz können auch Zuschüsse für die Ausbildungsvergütung der Beschäftigten beantragt werden. Diese werden dann gezahlt, wenn auf das Instrument der Kurzarbeit im Ausbildungsjahr verzichtet wird. Weiterhin können auch die Löhne und Gehälter der beschäftigten Lehrausbilder gefördert werden.

Übernahmeprämie und Sonderzuschuss 

Wer einen Auszubildenden von einem insolventen Ausbildungsbetrieb im laufenden Lehrjahr übernimmt, kann bis Ende 2021 eine Übernahmeprämie in Höhe von 6.000 Euro erhalten. Betroffene Kleinstunternehmen, die bereits ihren Betrieb weitestgehend eingestellt haben, können einen pauschalen Sonderzuschuss von 1.000 Euro pro Azubi beantragen, wenn sie trotzdem ausbilden.
 

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