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Gesundheit

Angst vor Krankheit: Wovor sich die meisten fürchten

Studie zeigt Unterschiede zwischen den Generationen
veröffentlicht am 03.12.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

EKGEKG(c) Michael Bührke / pixelio.de
Bei den Krankheitsängsten der Deutschen steht unabhängig vom Alter der Krebs an erster Stelle. Das ergab eine aktuelle Erhebung des Forsa-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit. So befürchten 69 Prozent aller Befragten, eines Tages an einem bösartigen Tumor zu erkranken.

2019-12-03T12:21:00+00:00
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Unterschiede zeigen sich bei weiteren Krankheiten. Während jüngere Menschen unter Dreißig sich stärker vor psychischer Krankheit oder Unfällen ängstigen, befürchten Ältere stärker eine Demenzerkrankung oder Schlaganfall.

Unterschiede zwischen Bundesländern

Die überwiegende Mehrheit von 88 Prozent schätzt aber ihren derzeitigen Gesundheitszustand als gut oder sehr gut ein. Besonders gesund schätzen sich Menschen in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg oder Bayern ein. Am wenigsten gesund im Ländervergleich sehen sich die Menschen in Sachsen-Anhalt. Für die repräsentative Studie befragte das Forsa-Institut circa 2.800 Frauen und Männer.

Männer sind Vorsorgemuffel

Trotz der weit verbreiteten Angst vor Krebs und Tumorerkrankungen nehmen mehr als 40 Prozent der jüngeren Befragten keinerlei Vorsorgeuntersuchungen gegen Krebs in Anspruch. Auch nutzen mehr Frauen das Angebot zur regelmäßigen Krebsvorsorge als Männer.

 

Vor diesen Krankheiten haben die Deutschen 2019 am meisten Angst
 

 Insgesamt14- bis 29-Jährige
1.Krebs (69 Prozent)Krebs (74 Prozent)
2.Alzheimer / Demenz (49 Prozent)Unfall mit Verletzungen (45 Prozent)
3.Schlaganfall (45 Prozent)Psychische Erkrankungen, wie Depression (42 Prozent)
4.Unfall mit Verletzungen (43 Prozent)Schwere Augenerkrankung (40 Prozent)
5.Herzinfarkt (38 Prozent)Alzheimer / Demenz (40 Prozent)
6.Schwere Augenerkrankung (33 Prozent)Herzinfarkt (39 Prozent)
7.Psychische Erkrankung, wie Depression (30 Prozent)Schlaganfall (38 Prozent)
8.Schwere Lungenerkrankung (21 Prozent)Geschlechtskrankheit, wie z. B. Aids (28 Prozent)
9.Diabetes (16 Prozent)Schwere Lungenerkrankung (27 Prozent)
10.Geschlechtskrankheit, wie z. B. Aids (11 Prozent)Diabetes (25 Prozent)

 

Quelle: DAK Gesundheit

 

 

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