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Zahngesundheit

Alarmierende Zahlen zu Karies bei Kindern

Neuer Zahnreport der Barmer zeigt deutliche Zunahme von Kariesbehandlungen
veröffentlicht am 28.05.2020 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Zahnärztliche Vorsorge für Kinder Zahnärztliche Vorsorge für Kinder(c) fotolia.de / photographee
Die Verbreitung von Karies bei Kindern ist deutlich höher als bisher angenommen. Laut dem aktuellen Zahnreport der BARMER ist ein Drittel der Zwölfjährigen und mehr als die Hälfte aller Zehnjährigen betroffen.Von letzteren hätten schon 400.000 Kinder eine Kariesbehandlung benötigt. Auch die Zahl der Kariesbehandlungen bei Milchgebissen nehme stark zu.

2020-05-28T16:11:00+02:00
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 „Wer schon im Milchgebiss Karies hat, wird oft auch Karies und Folgeschäden im bleibenden Gebiss haben. Nicht zuletzt verursacht auch die Milchzahnkaries zum Teil starke Schmerzen und führt dann zu psychischer Belastung von Kindern und Eltern. Es sind in jedem Fall weitere Anstrengungen erforderlich, um die Zahngesundheit der Kinder und Jugendlichen im Milch- und bleibenden Gebiss zu verbessern“, so der Studienautor Prof. Dr. Michael Walter von der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik an der TU Dresden.

„Dass hier offenbar deutliche Defizite bestehen, zeigt unser Zahnreport sehr eindrücklich. Das beste Mittel gegen Karies ist immer noch die Prävention.“, kommentierte Barmer-Vorstandschef Prof. Dr. Christoph Straub die bedenklichen Zahlen. Beunruhigend für den Barmer-Chef ist auch der Anteil von zahnarztabstinenten Kindern. So gebe es unter 4,6 Millionen Kindern unter sechs Jahren 720.000 Fälle, die noch nie in ihrem Leben eine Zahnarztpraxis von innen gesehen haben.

Regionale und sozioökonomische Unterschiede

Der Barmer-Zahnreport zeigt einen weiteren Zusammenhang auf: Je geringer das Einkommen der Eltern, desto häufiger müssten deren Heranwachsende zahnärztlich behandelt werden. „Wir müssen den Präventions-Fokus stärker auf diese Risikogruppe legen“, so die Schlussfolgerung des Barmer-Chefs.

Bei den Zahlen fallen zudem starke regionale Unterschiede auf. Während die Zwölfjährigen im Sarland zu 70 Prozent noch ohne Kariesbehandlung auskommen konnten, waren es in Hamburg nur 60 Prozent mit einem gesunden Gebiss.

Wirksamkeit von Fissurenversiegelung

Die so genannte Fissurenversiegelung zählt zu den zahnärztlichen Präventionsmaßnahmen und wird bei Kindern und Jugendlichen angewendet und von den Krankenkassen bezahlt.  

Der Zahnreport brachte zutage, dass die Haltbarkeit von Fissurenversiegelungen sich als geringer herausstellte als erwartet. Dennoch konnten in vier von fünf Fällen eine Fissurenversiegelung die Kariesbehandlung für knapp ein Jahrzehnt verhindern.

 

 

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