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Ärztliche Behandlungsfehler: MDK veröffentlicht neue Statistik

08.05.2014


Im Jahr 2013 verzeichnete der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) eine leicht gesunkene Zahl bestätigter ärztlicher Behandlungsfehler. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl nachgewiesener Fälle um 200 auf 3700. Das teilte der MDK auf einer Presseveranstaltung Anfang Mai in Berlin mit.

Jeder vierte Verdacht bestätigt sich

Angefordert wurden im Kalenderjahr insgesamt 14.600 Mal Gutachten des Prüfdienstes der Krankenkassen, um einem verdacht gezielt nachzugehen. Die Zahl der gemeldeten Fälle stieg damit um 17 Prozent an. Ein Sprecher des MDK führte dies auf die vermehrte Aufklärung rund um das Thema Behandlungsfehler zurück.

Patientenrechtegesetz regelt Schadenersatz

Seit dem Jahr 2013 gilt das neue Patientenrechtegesetz , welches einen Anspruch der Versicherten auf Unterstützung der Krankenkassen beim begründeten Verdacht auf ärztliche Behandlungsfehler festschreibt.
So wurde die Beweislast zugunsten der Patienten und Versicherten umgekehrt, so dass Ärzte in der Nachweispflicht stehen, keine Fehler begangen zu haben. Im Gesetzestext wurden auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegenüber Ärzten neu festgelegt und verbessert.

Krankenkassen bieten Unterstützung  

Die große Mehrheit der Krankenkassen hat bietet eine Unterstützung für den Fall des Verdachtes auf Behandlungsfehler an. Bei einigen Krankenkassen sind dazu eigens zusammengestellte Expertenteams vor Ort für die Versicherten da.


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