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7 gesetzliche Krankenkassen mit einem Beitragssatz über 15,5 Prozent

24.06.2015

 Mit Jahresbeginn 2015 dürfen die Krankenkassen den seit 2009 geltenden Einheitsbeitrag von 15,5 auf 14,6 Prozent senken – oder auch erhöhen. Sechs gesetzliche Versicherer haben bereits ihren Beitragssatz angehoben, ab dem ersten Juli 2015 gesellt sich die IKK Nord in diese teure Runde. Die Bundesregierung prognostiziert durch kommende Reformen Einsparungen - die gesetzlichen Krankenkassen weitere Erhöhungen.

IKK Nord gehört nun zu den teuersten Kassen

Die gesetzlichen Krankenversicherer finanzieren sich grundsätzlich durch Sozialversicherungsbeiträge und einen Bundeszuschuss. Die Beiträge der Krankenkassenmitglieder, den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, den Rentenversicherungsträgern oder sonstigen Stellen werden einkommensabhängig getragen und fließen in den Gesundheitsfonds, der sie als Zuweisungen an die Krankenkassen verteilt. Der allgemeine einkommensabhängige Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung beträgt seit Januar 2015 14,6 Prozent (§ 241 SGB V).
Mit der Erhöhung des Zusatzbeitrages um 0,4 auf 1,3 Prozent teilt sich die IKK Nord mit der Brandenburgische BKK die Spitzenplätze der höchsten Beitragsätze auf. Insgesamt sieben gesetzliche Krankenkassen liegen ab dem ersten Juli diesen Jahres über dem Durchschnitt von 15,5 Prozent.

Krankenkasse
 Beitragssatz
BKK Braun-Gillette 15,8 %
BKK family
 15,8 %
BKK Pfalz 15,8 %
IKK Südwest 15,8 %
Vereinigte BKK
 15,8 %
Brandenburgische BKK 15,9 %
IKK Nord
 15,9 %

Eine Auflistung aller Krankenkassen und deren Beitragssätze finden Sie hier.

Ausgaben und Einnahmen im Gesundheitswesen decken sich nicht

Weitere Anstiege des Beitragssatzes und Erhöhungen auch bei anderen gesetzlichen Krankenkassen sind wahrscheinlich. Die Schere zwischen Ausgaben und Einnahmen im Gesundheitswesen geht immer weiter auf. Zudem plant die Große Koalition teure Reformen. Bezahlen müssen das die Versicherten - Zusatzbeiträge könnten sich sogar verdoppeln.
Der Beitragssatz zur Krankenversicherung steigt nach GKV-Schätzung bis 2019 von derzeit 15,5 auf 16,0 bis 16,4 Prozent. Er setzt sich seit Jahresbeginn aus einem allgemeinen, festen Bestandteil von 14,6 Prozent, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte bezahlen, sowie einem Zusatzbeitrag zusammen. Diesen müssen die Kassen aufgrund ihrer Finanzlage regelmäßig neu bestimmen, er wird allein von den Arbeitnehmern aufgebracht.
Die Krankenkassen gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren fortsetzt und die GKV weiter Defizite schreiben wird. Prognostizierte Einsparungen durch die Reformen aus dem Bundesgesundheitsministerium seien dagegen ungewiss.

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

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