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6.000 Behandlungsfehler im Jahr 2013 bestätigt

25.06.2014

Im Jahr 2013 starben nach einer Statistik der Bundesärztekammer insgesamt 77 Menschen in Folge von ärztlichen Behandlungsfehlern. Knapp 6.000 bei den Ärztekammern oder den Krankenkassen eingereichte Beschwerden wurden von unabhängigen Gutachtern als berechtigt eingestuft und die Ärzte juristisch belangt. 75 Prozent dieser überprüften Fälle lagen Klinikbehandlungen zu Grunde. Die restlichen 25 Prozent betrafen niedergelassene Ärzte. Besonders häufig treten Fehler bei Operationen und bei ärztlichen Diagnosen auf. Der Präsident der Bundesärzte­kammer, Frank Ulrich Montgomery, nennt den gewachsenen beruflichen Stress der Ärzte als Hauptursache für die gestiegene Fehlerquote. Die Arbeitsintensität in deutschen Kliniken und Praxen steige seit Jahren, so Montgomery.


Krankenkassentest: Unterstützung bei Verdacht auf Behandlungsfehler - Ergebnisse >> HIER <<


Behandlungs- und Diagnosefehler können ganz verschieden auftreten und haben nicht selten gefährlicher Folgen für die betroffenen Patienten. Unnötige oder fehlerhafte Operationen bzw. Eingriffe, falsche Medikationen, überdosierte Therapien oder Infektionen sind häufig vorkommende Beispiele.

Pro Jahr etwa 40.000 Beschwerden wegen Verdacht auf Behandlungsfehler

Insgesamt werden pro Jahr in der Bundesrepublik etwa 40.000 Beschwerden über ärztliche Behandlungen eingereicht. Die Bundesärztekammer als oberste berufsständische Ärztevertretung hatte knapp drei Viertel der von Patienten oder Angehörigen in 2013 eingereichten Beschwerden überprüft. Von den knapp 8.000 Prüffällen sah die Kammer  2243 als berechtigt an.

Die erste Anlaufstelle ist immer der behandelnde Arzt. Ist eine Klärung nicht möglich, stehen  Beschwerdestellen von Kliniken oder Krankenkassen  mit Rechtsberatungen zur Verfügung.
Kostenlose und ärztlich bindende Gutachten können von den Krankenkassen angefordert werden, die dafür den Medizinischen Dienst einschalten. Für alle Patienten und Versicherten ist außer dem der Gang zum Gericht als letzte Möglichkeit vorgesehen, um den Nachweis von Behandlungsfehlern zu erreichen.


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