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21 gesetzliche Krankenkassen unterstützen die „Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen“

07.09.2016

Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de | 

Im Rahmen ihres gesetzlichen Präventionsauftrags fördern 21 gesetzliche Krankenkassen das Projekt " Aktion Mütze" bundesweit. Die erste repräsentative Auswertung von über 1.100 Fragebögen aus der begleitenden wissenschaftlichen Befragung belegt hohe Fallzahlen und eine unzureichende Versorgung der kopfschmerzbetroffenen Kinder und Jugendlichen. Am 5. September stellten die Initiatoren der Aktion ihre Ergebnisse vor.

Ziel des Projekts ist es die Gesundheitskompetenz zu stärken

"73,9 Prozent der Siebtklässler klagen über primäre Kopfschmerzen. Die häufigsten Formen sind die Migräne und der Kopfschmerz vom Spannungstyp", berichtet Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel und wissenschaftlicher Leiter der Studie.

Die Initiatoren von "Aktion Mütze" wollen nicht nur die Gesundheitskompetenz des Einzelnen stärken. Die Situation kopfschmerzbetroffener Kinder und Jugendlicher lasse sich nachhaltig nur dann verbessern, wenn viele relevante Akteure daran mitwirkten. "Darum beziehen wir mit unserer Aktion ganz bewusst Schulleitungen, Lehrkräfte und Eltern ein und suchen das Gespräch mit Ministerien und Behörden" betont Karin Frisch vom gemeinnützigen Zentrum für Forschung und Diagnostik bei Implantaten, Entzündungen und Schmerzen (ZIES gGmbH).

"Nur 29,9 Prozent der Befragten mit einem für Migräne typischen Beschwerdebild, die einen Arzt aufgesucht haben, kennen ihre Diagnose, bei den Schülern mit Spannungskopfschmerz waren es mit 26,3 Prozent sogar noch etwas weniger. Alle anderen haben keinen Namen und kein Konzept für ihre Kopfschmerzen", so Frisch weiter. Durch die Aktion sollen Schüler, Lehrer und Eltern lernen, wie sie durch Veränderungen im Alltag der Betroffenen Kopfschmerzen wirksam vorbeugen können.

Ministerinnen, Senatorinnen, Kultusministerien und Krankenkassen unterstützen das Projekt

Schulen würden für Vorsorgemaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen einen sehr sinnvollen Rahmen bieten. Denn die gesundheitlichen Bedingungen an Schulen würden die Qualität, in der sie ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllen, und damit auch den weiteren Lebensweg der Schülerinnen und Schüler beeinflussen. "Das Thema Kopfschmerzen eignet sich als Volkskrankheit in besonderer Weise für ein Präventionsprojekt. Die im Rahmen der „Aktion Mütze“ geplanten Maßnahmen sind dabei so einfach umsetzbar und altersgerecht aufbereitet, dass sich schon kurzfristig Erfolg einstellen wird", so die BKK Wirtschaft & Finanzen über das Projekt.

Neben der BKK Wirtschaft & Finanzen beteiligen sich bisher die AOK Nordost, atlas BKK ahlmann, BARMER GEK, BIG direkt gesund, BKK·VBU, BKK Diakonie, BKK DürkoppAdler, BKK firmus, BKK Technoform, BKK Werra-Meissner, BKK Wirtschaft & Finanzen, Bosch BKK, IKK Brandenburg und Berlin, IKK classic, IKK gesund plus,KKH Kaufmännische Krankenkasse, mhplus Krankenkasse, pronova BKK, R+V Betriebskrankenkasse, Siemag BKK, VIACTIV Krankenkasse an der gemeinschaftlichen Förderung von "Aktion Mütze - Kindheit ohne Kopfzerbrechen".

Neben den genannten Krankenkassen unterstützen die Kultusministerien der Bundesländer das Projekt, indem sie die Befragung durch die Schulbehörden genehmigten. Die Schirmherrschaft für die Durchführung in ihrem Bundesland übernahmen unter anderem Sozialministerin Cornelia Rundt in Niedersachsen, Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch in Sachsen, Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz Cornelia Prüfer-Storcks in Hamburg und Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz Prof. Dr. Eva Quante-Brandt in Bremen.

Ausschnitt aus dem Comicfilm der Initiatoren zur „Aktion Mütze“.

So schneiden die einzelnen Krankenkassen im großen Test von krankenkasseninfo.de ab.