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Familie

Homeschooling und Zocken: Kinder sitzen seit Corona länger vorm Computer

Forsa-Umfrage in Familien zeigt Veränderungen durch Corona
veröffentlicht am 10.06.2020 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Kind am ComputerKind am ComputerKKH
Der Computer gehört viel stärker noch als vor Corona zum Familienalltag in Deutschland. Drei Viertel bis 85 Prozent aller Heranwachsenden Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und achtzehn Jahren verbringen während seit Beginn der Corona-Krise wesentlich mehr Zeit vor elektronischen Medien wie Computer oder Tablet. Wie sollten Eltern das Homeschooling begleiten?

2020-06-10T15:02:00+00:00
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Die Zahlen gehen aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse ( KKH) hervor. Das Homeschooling als ersatzweise Corona-Beschulung nimmt dabei einen hohen Anteil an der zusätzlichen Gerätenutzung ein. 25 Prozent bis zu knapp einem Drittel der befragten Schüler nutzen verstärkt auch Online-Lernplattformen.

Mediennutzung von Kindern während der Corona-Pandemie Mediennutzung von Kindern während der Corona-Pandemie(c) KKH

Für die Eltern bedeutet das Homeschooling oft eine zusätzliche Aufgabe und auch Belastung, denn in vielen Fällen müssen sie die Kinder zum Arbeiten am Rechner motivieren und auch als Lernbegleiter*innen dabei helfen. „Die Betreuung des Lernalltags zu Hause ist eine ganz neue Situation, die für alle Beteiligten herausfordernd und oft auch nervenaufreibend sein kann.“ , so KKH-Psychologin Franziska Klemm. Die KKH gibt Tipps und Hilfestellungen für Familien.

Lernalltag strukturieren und Knopfdruck vermeiden

Eltern sollten nicht den Fehler machen, die Rolle des Lehrers einzunehmen, rät KKH-Psychologin Franziska Klemm. Vielmehr sollten sie sich als Lernbegleiter begreifen. „Versuchen Sie nicht, perfekt zu sein, und verlangen Sie das auch nicht von Ihrem Kind. Zu viel Druck erhöht meist die Blockade und führt in eine Sackgasse.“, so Klemm.
 

Zeit strukturierenZeit strukturierenRainer Sturm / Pixelio.de
Ein weiterer Rat betrifft die zeitliche Organisatuion des Homeschooling. „Beim Lernen zu Hause gibt es keinen so eindeutigen Stundenplan. Das erhöht die Anforderungen, und hier brauchen besonders jüngere Kinder viel Unterstützung“, so Franziska Klemm. Feste Arbeits- und Pausenzeiten kommen den Bedürfnissen der Kidner entgegen und helfen gleichzeitig, Stress und Überforderung zu vermeiden.

Gemeinsam surfen und Pause machen

Wenn Pause, dann richtig! Genau wie in der Schule zählt Bewegung zwischendurch, die verbrauchte Konzentrationsfähigkeit wieder aufzufrischen. „Auch für Eltern sind solche Pausen gesund, und gemeinsam macht Bewegung doppelt Spaß.“, ergänzt Franziska Klemm von der KKH.
 
Für die zunehmende digitale Mediennutzung der Kinder ist es wichtig, dass sie auch dort nicht allein gelassen werden. „Nutzen Sie die gemeinsame Zeit außerhalb des Lernens und Arbeitens auch dazu, um mit Ihrem Kind gemeinsam im Internet unterwegs zu sein. Schauen Sie zum Beispiel Kindernachrichten oder lassen Sie sich von Ihrem Kind die Lieblingsinternetseite zeigen, und reden Sie im Anschluss über das Erlebte. Das fördert die Meinungsbildung und einen reflektierten Medienumgang Ihres Kindes.“ , so Franziska Klemm.

 

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