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Ernährung

Superfood Haferflocken

Warum ist gerade dieses Getreide so gesund?
veröffentlicht am 12.04.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Gesundes Getreide HaferGesundes Getreide Hafer(c) pixelio.de / Sabine-Susann Singler
Dass Haferflocken gesund sind, vermuten Müsli-Begeisterte sicherlich schon länger. Doch die Pflanze ist offenbar ein wahrer Alleskönner. So konnten aktuelle Studien beispielsweise nachweisen, dass das Superfood auch den Cholesterinspiegel senkt.

2018-04-12T08:24:00+00:00
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Niedrige Cholesterinwerte dank Hafer

Die betreffende Studie belegt, dass das im Hafer enthaltene Beta-Glucan die Cholesterinwerte senken kann. Grund dafür ist vermutlich die Eigenschaft des Glucans, Gallensäuren zu binden. Dies fördere offenbar deren Ausscheidung und die Verwendung des Cholesterins zur Bildung neuer Gallensäuren. Das erhöhte Zurückgreifen auf das Cholesterin durch Aufnahme von Hafer senke daher den Cholesterinspiegel.

Haferflocken und Gluten

Der glutenarme Hafer ist vielseitig einsetzbar und kommt daher in so einigen Zubereitungsformen zum Einsatz. Egal, ob Frühstücksflocken, vegetarische Burger, Brotbestandteil oder Plätzchen – schon geringe Mengen können viel bewirken. Denn die Saat der Pflanze ist sehr viel nährstoffreicher als die der anderen Getreidearten (zum Beispiel Hartweizen oder Reis).

Abnehmen mit Haferflocken

 

Die besonderen Eigenschaften von Haferflocken sind ganz unterschiedlich anwendbar:

  • Blutzuckerspiegelsenkung: Die wertvollen Ballaststoffe „Beta-Glucane“ helfen, einen starken Anstieg des Blutzuckerspiegels zu vermeiden. Dies kommt insulinpflichtigen Diabetikern des Typs II zugute, die mit der Einführung von circa zwei Hafertagen im Monat ihre Krankheit besser eindämmen können. An diesen Tagen ist nicht ausschließlich Hafer angesagt, er sollte aber die Basis der Mahlzeiten bilden (etwa 50 Gramm Hafer pro Mahlzeit).
  • Schutz der Darmflora: Auch hier spielt das Beta-Glucan die tragende Rolle: Es ist unverdaulich und schützt die Schleimhaut der Verdauungssystems vor den sauren Verdauungssäften des Körpers.
  • Sattmacher: Die im Hafer enthaltenen Ballaststoffe werden verhältnismäßig langsam abgebaut. Dies führt zu einem langsameren Anstieg des Blutzuckerspiegels, sodass das Sättigungsgefühl länger andauert.
  • Energie- und Eiweißlieferant: Hafer enthält einen hohen Anteil an Eiweiß, Mineral- und Ballaststoffen sowie an den Vitaminen B1 und E. Damit bleibt nicht nur der Blutzuckerspiegel konstant – auch das Immunsystem wird gestärkt. Und so ist Hafer ein wichtiger Energielieferant.
  • Haut und Haare und Nägel: Auch hier erweist sich das Getreide als Superfood, denn sie enthaltenen B-Vitamine (insbesondere Biotin) und Spurenelemente. Vor allem Zink, Kupfer und Mangan spielen hierbei eine wichtige Rolle: Während Zink Haarausfall entgegenwirkt und Kupfer für einen frischen Teint sorgt, stärkt Mangan die Nägel. Wird die Pflanze in Form von Haferkraut genutzt – dann erfolgt die Ernte vor dem Blühen der Pflanze –, ist ihr Gehalt an Spurenelementen vier- bis fünfmal so hoch.

Die Anwendungsbeispiele zeigen: Das Getreide ist ein wahrer Alleskönner. Doch wie so oft gilt auch hier, dass man es nicht übertreiben sollte, denn Hafer enthält viel Energie.


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