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Zusatzversicherung

Krankentagegeld oder Krankenhaustagegeld?

Welche private Zusatzpolice macht wirklich Sinn für mich?
veröffentlicht am 16.10.2017 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Krankentagegeld oder KrankenhaustagegeldKrankentagegeld oder Krankenhaustagegeld(c) fotolia.de / Butch
Bei einer privaten Zusatzversicherung lohnt sich genaues Hinschauen, denn der Teufel steckt im Detail: Worin genau liegen die Unterschiede zwischen Krankenhaustagegeld und Krankentagegeld?

2017-10-16T10:16:00+00:00
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Krankentagegeld ist eine Versicherungsleistung aus einer entsprechenden privaten Zusatzpolice. Die Leistungshöhe hängt dabei von den vereinbarten Vertragsbedingungen ab. Bei der Krankentagegeldversicherung handelt es sich um eine so genannte Summenversicherung, die nicht an eine bestimmte Schadenshöhe gebunden ist, sondern durch Vereinbarung definiert wird.   

Warum eine Tagegeldversicherung?

  • Krankentagegeldversicherung für PKV-Versicherte
  • Krankentagegeldversicherung für Selbstständige / Freiberufler
  • Krankentagegeldversicherung für GKV-pflichtversicherte Arbeitnehmer

Eine Krankentagegeld-Versicherung springt bei privat versicherten Arbeitnehmern ein, wenn sie länger als sechs Wochen krank geschrieben sind und nicht weiter durch den Arbeitgeber über die Lohnfortzahlung abgesichert sind.

Auch gesetzlich versicherte Freiberufler und Selbstständige sollten eine Versicherung für Krankentagegeld abschließen, um sich gegen Verdienstausfall bei Krankheit mit Hilfe von dann gezahltem Tagegeld abzusichern.

Versicherungspflichtig angestellte Arbeitnehmer in der GKV können mit Krankentagegeld eine Versorgungslücke beim Krankengeld schließen. Denn dieses beträgt 70 % bis maximal 90 % des Bruttoeinkommens und ist auf einen gesetzlichen Höchstbetrag von 105,88 Euro pro Tag (Wert 2019)  begrenzt.


Was ist Krankenhaustagegeld?

Herausforderung Klinik findenHerausforderung Klinik finden(C) Paul-georg Meister / pixelio.de
Krankenhäuser und Kliniken erheben pro Tag eine pauschale Zuzahlung in Höhe von derzeit 10 Euro. Diese ist vom Gesetzgeber auf maximal 28 Tage und somit 280 Euro im Jahr begrenzt. Um dieses finanzielle Risiko abzusichern, kann eine private Zusatzpolice für ein so genanntes Krankenhaustagegeld abgeschlossen werden. Dieses wird in Höhe eines vereinbarten Betrags ab dem ersten Tag eines Klinikaufenthaltes gezahlt. Bedingung für eine Zahlung ist, dass es zumindest zu einer Übernachtung kommt.  

Weder die Standardtarife der privaten (PKV) noch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) beinhalten die Leistung  Krankenhaustagegeld. Somit müssen Personen, die es während eines Krankenhausaufenthalts in Anspruch nehmen wollen, vorher eine zusätzliche Versicherung abschließen. Diese ermöglicht ab dem ersten Tag eines vollstationären Krankenhausaufenthalts (Voraussetzung: mindestens eine Übernachtung) die Zahlung eines Beitrags, dessen Höhe vertraglich festgelegt ist.


Einsatz der Zusatzversicherung für Krankenhaustagegeld

Mitglieder der PKV entscheiden sich neben einer Krankentagegeld-Versicherung häufig zusätzlich für das Krankenhaustagegeld. Dies hängt damit zusammen, dass je nach gewähltem Tarif in der PKV im Zuge eines Krankenhausaufenthalts zusätzliche Kosten anfallen können, die in ihrem Tarif nicht abgesichert sind. In solch einem Fall können die Zahlungen der  Krankenhaustagegeldversicherung  diese Kosten abdecken.

Pro Tag wird in Krankenhäusern eine pauschale Gebühr von 10 € fällig. Dies gilt allerdings nur für maximal 28 Tage kalenderjährlich, sodass pro Jahr nicht mehr als 280 € anfallen können. Wer häufig vollstationär im Krankenhaus behandelt wird, beispielsweise wegen einer chronischen Krankheit, und diese 280 € nicht bezahlen kann oder will, kann die Krankenhaustagegeld-Versicherung dazu nutzen, seine zusätzlichen Kosten möglichst gering zu halten.

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