Forschung

Neuer Therapieansatz gegen Lymphdrüsenkrebs

veröffentlicht am 21.11.2016

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Krebszellen des Lymphatischen SystemsElektronenmikroskopische Aufnahme von Krebszellen des Lymphatischen Systems(c) Wilting, UMG Uni Göttingen
Krebstherapien sind dann erfolgreich, wenn es gelingt, die Streuung und Ausbreitung befallener Zellen im Körper einzugrenzen und zu stoppen. Einem Forscherteam aus Göttingen und Brno ist es nun gelungen, ein Genmolekül zu identifizieren, das offenbar eine Schlüsselrolle bei der Steuerung von Wanderbewegungen bestimmter Lymphzellen innehat.

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Ausbreitung bislang nicht kontrollierbar

Diese Entdeckung könnte für die Entwicklung neuer und wirksamerer therapeutischer Ansätze bei der Bekämpfung von Lympphdrüsenkrebs entscheidend sein. Vorhandene Standardtherapien seien zwar bei jüngeren Patienten und bei Früherkennung relativ erfolgreich, dennoch könnten Ärzte bislang kaum auf die Ausbreitung von Lymphdrüsenkrebs einwirken.

 

Weniger Nebenwirkungen

Ein weiterer Vorteil neuer Therapiekonzepte auf der Grundlage des entdeckten Moleküls wäre die mögliche Verringerung von Nebenwirkungen, so die Forscher.

„Mit WNT5A haben wir einen Faktor identifiziert, der von der Tumorzelle ausgeschieden wird und dabei nicht nur auf die Lymphomzellen selbst, sondern auch auf die Umgebung des Tumors wirken kann. Dies bietet einen neuen Ansatzpunkt, um die bestehenden Therapien weiterzuentwickeln und zu verbessern“, so der Onkologe und Universätitsmediziner Prof. Dr. Kube aus Göttingen.

 

Quelle: IDW - online