Demografie

Mehr Geburten und weniger Todesfälle in Deutschland

Neue Statistiken zeigen erstmals eine Trendwende
veröffentlicht am 02.11.2016

(c) Lisa Schwarz - pixelio.de
Erstmals seit 20 Jahren nähern sich die Geburten- und die Sterberate in Deutschland wieder einander an. Während die Zahl der Todesfälle weiter abgenommen hat, stieg gleichzeitig die Anzahl der Geburten weiter an. Laut statistischem Bundesamt standen im Jahr 2014 868.356 Sterbefällen eine Geburtenzahl von 714.927 gegenüber.  

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Geburtenrate wie Ende der neunziger Jahre

Seit Mitte der neunziger Jahre stiegen war die Schere zwischen beiden Werten kontinuierlich größer geworden, weil die Geburtenzahlen immer weiter zurückgingen. Gegenüber dem Rekordjahr 1964 kamen in Deutschland in den vergangenen Jahren nur noch etwa halb so viele Menschen neu auf die Welt. Erstmals nun ist die Geburtenkurve wieder auf über 700.000 pro Jahr geklettert und erreicht damit wieder Größenordnungen wie kurz vor der Jahrtausendwende.                                                                                                          

Menschen in Deutschland werden älter

Das durchschnittliche Sterbealter hat sich in den letzten Jahren weiter erhöht, während die bekannte Schere zwischen Frauen und Männern dabei etwa gleich bei circa sieben Jahren blieb. Frauen erreichen nun im Schnitt 81,4 Jahre, während Männer noch nicht einmal 75 Jahre alt werden. Bei den häufigsten Todesursachen führen verschiedene Herzerkrankungen und -komplikationen zusammen mit Lungenerkrankungen. Bei Frauen ist außer dem nach wie vor der Brustkrebs als häufige Todesursache zu nennen.  

Geburten- und Sterbefälle in Deutschland ab 1950Geburten- und Sterbefälle in Deutschland ab 1950(c) vdek, Statistisches Bundesamt