Zusatzbeitrag 2016: Sonderkündigung verpasst, was nun?

25.01.2016

Viele gesetzlich Versicherte haben aufgrund der Anhebung des Zusatzbeitrages ihrer Krankenkasse im Januar ein Sonderkündigungsrecht. Wenn der Termin dazu verpasst wurde, kann man trotzdem kündigen, wenn man schon 18 Monate in seiner jetzigen Kasse versichert ist.

Sonderkündigungsrecht im Januar

Auch 2016 können gesetzliche Krankenkassen (GKV) ihren Beitragssatz über den Zusatzbeitrag individuell bestimmen. Für mehr als 40 Millionen beitragszahlende Mitglieder heißt das höhere Abgaben für die Sozialleistungen. Die Teuerung fällt für Millionen Versicherte deutlich höher als die durch die Bundesregierung prognostizierten 0,2 Prozent aus.

Den Zusatzbeitrag zahlt allein der Versicherte. Nur den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte. Versicherte haben bei jeder Beitragserhöhung ein Sonderkündigungsrecht und können in eine günstigere Kasse wechseln. Diese außerordentliche Kündigung muss bis zum Ende des Monats erfolgen, in welchem die Erhöhung vorgenommen wurde, also noch im Januar 2016. Wurde dieser Termin nun verpasst, kann dennoch in eine günstigere Kasse gewechselt werden, wenn man bereits 18 Monate in seiner jetzigen gesetzlichen Krankenkasse versichert ist.

Ordentliche Kündigung

Die Frist für Kündigungen beträgt immer zwei Monate. Die Kündigungsfrist beginnt immer zum letzten Tag des Monats, in welchem das Kündigungschreiben bei der Kasse vorliegt. Eine Kündigung ist also immer zum jeweils letzten Tag des übernächsten Monats möglich. Eine noch im Januar eingereichte Kündigung wird dann nach einer Frist von zwei Monaten, in diesem Fall zum 31. März, wirksam. Eine Kündigung im Februar somit zum 30. April.

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